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27. Nov. 2009

Der Manager tritt ab – nach 30 Jahren Leidenschaft wurde Uli Hoeneß auf der heutigen Jahreshauptversammlung des FC Bayern zum neuen Präsidenten gewählt. 30 Jahre Herzblut und Einsatz für seinen FC Bayern, 30 Jahre “Abteilung Attacke”. Die Sonderedition des Bayern-Magazin für die Jahreshauptversammlung hat eine Auswahl von Ulis besten Sprüchen abgedruckt:

“Den FC Bayern betrachte ich wie meine eigene Familie.”

“Ich glaube nicht, dass wir das Spiel verloren hätten, wenn es 1:1 ausgegangen wäre.”

“For me, it’s scheißegal.” (Auf die Frage nach seinem Wunschgegner für das Champions League-Finale)

“Der kann noch über 100 Jahre spielen, der wird uns nie überholen.” (Über Christoph Daum)

“Die Wahnsinnspreise zahlen wir sicherlich nicht, aber die mittleren Wahnsinnspreise könnte ich mir schon vorstellen.”

“Wir haben einen Hund zu Hause, der ist acht Wochen alt. Der hat am letzten Sonntag völlig verstört unter dem Sofa hervor geschaut. Denn als Bremen in Dortmund das 3:1 erzielt hat, habe ich einen Schrei losgelassen, dass die Wände wackelten.”

“Meinen Sie denn, wir haben einen Geldscheißer?” (Auf die Frage, ob die Bayern nach Roy Makaay einen weiteren Top-Spieler verpflichten)

“Der sagt zu allem irgendwas. Stoßen in Tschechien zwei Spieler mit dem Kopf zusammen, weiß er, dass das in Leverkusen 1934 auch schon passiert ist.” (Über Reiner Callmund)

“Es nützt dir nichts, einen zu holen, der immer bei Bravo Sport auf der Seite eins steht. Wir wollen einen haben, der beim Kicker auf Seite eins steht.” (Auf die Frage, ob er sich einen Transfer David Beckhams nach München vorstellen könne)

“Wir haben bis jetzt auch nicht Backsteine in die Hand genommen, sondern auch Geld.” (Zur Verpflichtung neuer Spieler)

“Das ist die größte Karl-May-Geschichte überhaupt.” (Zu Spekulationen über die Verpflichtung eines Spielers)

“Bei Ottmar Hitzfeld ist das ja nicht so wie bei George Bush, wo alle froh sind, wenn er endlich weg ist.”

“Die Bremer sollen ruhig oben stehen bis Weihnachten. Aber der Nikolaus war noch nie ein Osterhase.”

“Sie haben gekämpft wie die Löwen – oder wie die Tiger. Löwen dürfen wir ja nicht sagen.”

“Ich habe mir früher im Training Schienbeinschützer angezogen, weil ich wusste: Wenn der Franz ‘Bulle’ Roth sauer auf mich ist, dann fegt der mich auf die Aschenbahn. Das Training war für mich Überlebenskampf – und ich habe mich dabei wunderbar entwickelt.” (Über seine Vergangenheit als Spieler)

“Wir werden wieder in Lederhosen auftreten. Die Konkurrenz kann sich also wieder damit beschäftigen, sie uns auszuziehen.”

“Es geht nicht, dass ich zweimal am Tag trainiere und am Abend besoffen unterm Tisch liege.”

“Wir müssen ein bisschen Krach machen, wir wollen ein volles Stadion. Ballyhoo muss sein.”

“Wenn ich wirklich weggehen sollte vom FC Bayern, dann nur nach Italien. Ich würde denen gerne mal zeigen, wie man den Europapokal holt, ohne jedes Jahr 30 Millionen für neue Spieler auszugeben.”

“Der Franz bleibt noch 5 Jahre Präsident des FC Bayern. DFB-Präsident ist doch fürchterlich langweilig. Und FIFA-Präsident, das ganze Jaht unterwegs sein zu Leuten, die nichts verstehen, das kann nicht seine Aufgabe sein.” (So gesagt im Sommer 1995)

“Die Mannschaft war wochen- und monatelang ohne Führung von Trainerseite her. Es tut mir Leid für Otto, aber das musste gesagt werden.” (Nach der Entlassung Otto Rehhagels)

“Ich respektiere die Dortmunder sehr. Aber wir können nicht erwarten, dass unsere Spieler in schwarz-gelben Trikots herumlaufen.”

“Wir haben jetzt über 1000 Produkte im Angebot…außer Kondomen gibt es bei uns fast alles in Bayern-Farben…demnächst kommt Damenunterwäsche heraus.” (1996)

“Den Leuten ist suggeriert worden, dass bei uns jeden Tag wie in Rom die Gladiatoren einmarschieren, mit Dschingdarassabum.” (Zum Ansturm bei öffentlichem Training)

“Neuerdings kriege ich für jeden Transfer Keile. Als wenn ich mir die persönlich kaufte und daheim im Garten spielen ließe.”

“Willi Lemke wollte den Klassenkampf in die Bundesliga tragen. Ich hoffe, er lehrt die Schüler in Bremen nun, dass man durch Leistung zum Erfolg kommt und nicht durch dummes Geschwätz.”

“Meine Attacken sind zu 99,9% durchdacht. Bei einem Spiel überlege ich mir in der zweiten Halbzeit, was ich hinterher sage.”

“Ich habe keine natürlichen Feinde außerhalb des Fußballs.”

“Ich will den FC Bayern in einem Zustand hinterlassen, dass auch Nachfolger ihren Spass daran haben.”

“Das Schlaraffenland Fußball gibt es nicht mehr. Die Spieler, gerade auch beim FC Bayern, müssen jeden Morgen zwei Kerzen aufstellen, dass sie diesen Lebensstandard genießen dürfen.”

“Noch heute ist es so, dass mich manchmal auf der Straße ein Mädchen anspricht und fragt: Können Sie mir die Nummer von Mehmet Scholl geben? Oder: Helfen Sie mir auch ins Kleid? Das ist sehr lustig.” (Zum Telekom-Werbespot)

Auch der Kicker huldigt dem besten deutschen Fußballmanager aller Zeiten mit einem Auszug seiner besten Sprüche:

“Manche Bundesligaspieler müssen wieder dazu übergehen, diesen Beruf als Mann zu machen. Einige scheinen ferngesteuerte Memmen zu sein, die zu Hause nicht klar Schiff machen.” (1994 nach der WM in den USA über Stefan Effenberg, Bodo Illgner und Thomas Häßler)

“In meinem nächsten Leben werde ich Hund bei Hoeneß oder Trainer beim FC Bayern.” (1994)

“Wir können nicht Hollywood machen und am Samstag treffen wir das Tor nicht mehr.” (1996 über zweimal Geheimtraining pro Woche)

“Es geht gegen den, der morgens um halb vier Uhr früh beim Maximilians den 17.Whiskey bestellt.” (1997 zum Thema Überwachung des Privatlebens der Profis)

“Heute ist jeder ein Superstar, der viermal den Ball hochhalten kann.” (1997)

“Ich liebe einseitige Spiele für den FC Bayern.” (1997)

“Das war so, als ob sich zwei kommunistische Führer küssen und sich anschließend das Messer reinjagen.” (1997 zur Aussprache von Jürgen Klinsmann und Lothar Matthäus in New York)

“Selbst wenn ich die (Spieler) früh mit einer nackten Frau im Bett erwische, sagen die: Manager, ich weiß nicht, wie die da reinkommt. Und überhaupt, wollte ich sie gerade rausschmeißen.” (1998)

“Im Gegensatz zu Borussia Dortmund gehen wir bei einer Bank nicht in die Kreditabteilung, sondern in die Festgeldabteilung.” (1999)

“Ich kann keinen für 20 Millionen kaufen und erzählen, der brauche noch zwei Jahre Zeit.” (2001)

“Der will ja, der wollte beim FC Bayern was werden. Aber so lange ich und der Kalle Rummenigge etwas zu sagen haben, wird der nicht mal Greenkeeper im neuen Stadion.” (2002 über Lothar Matthäus)

“Einmal ‘Idiot’ oder ‘Arschloch’ sagen und es dann bedauern halte ich für besser als hintenrum zu lästern. Ich denke an die großen Streitreden mit Wehner, Strauß, Schmidt, Barzel, Brandt im Bundestag. Diese Streitkultur gibt es nicht mehr.” (2003)

“Da sitzt der Hargreaves bei der Mannschaftssitzung mit der Pudelmütze da. Da hätte der Erich Ribbeck einen Schreikrampf gekriegt.” (2003)

“Der soll hierher kommen und nicht ständig in Kalifornien herumtanzen und uns hier den Scheiß machen lassen.” (2005 über Jürgen Klinsmann)

“Schweini wurde zu viel Puderzucker in den Hintern geblasen. Den klopfe ich wieder raus.” (2007)

“Wenn der Jürgen Klinsmann Obama ist, dann bin ich Mutter Teresa.” (2009)


22. Nov. 2009

Am kommenden Freitag ist es wieder soweit, die Jahreshauptversammlung des FC Bayern steht vor der Tür.

Beginn ist um 19 Uhr (Einlass 17 Uhr)

Ort: ICM, Messe München, Messegelände

Tagesordnung: Berichte des Präsidiums, Berichte des Vorstands, Berichte der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Ehrungen, Entlastung des Präsidiums, Wahl des Präsidiums, des Ehrenrates, der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für die Kassen- und Rechnungsprüfung, Anträge und einige verschiedene Punkte.

Nach den enttäuschenden Ergebnissen der letzten Wochen und der immer noch sehr enttäuschenden Stimmung im Stadion, dürfte es sicherlich eine interessante Jahreshauptversammlung geben. Auch wir sind vor Ort und werden anschließend berichten.

Ein besonderer Moment wird sicherlich die Verabschiedung von Präsident Franz Beckenbauer, der Ehrenpräsident werden soll. Uli Hoeneß steht als Nachfolger von Franz Beckenbauer bereits fest und verlässt nach 30 Jahren den Managerposten beim FC Bayern.

Hier mal noch ein kleines Video von der Jahreshauptversammlung 2007


21. Nov. 2009

Der FC Bayern ist zum siegen verdammt. Nur 18 Punkte aus 12 Spielen bedeuten den indiskutablen achten Tabellenplatz. Und jetzt kommt ausgerechnet der Tabellenführer aus Leverkusen mit dem bajuvarischen Ex-Trainer Jupp Heynckes in die ausverkaufte Allianz Arena. Mit einem Sieg könnten die Roten bis auf drei Punkte an die Spitze heranrücken, bei einer Niederlage wird man sich mit dem biederen Bundesligadurchschnitt zufrieden geben müssen. Trainer Louis van Gaal steht mittlerweile mit dem Rücken zur Wand. Sowohl Uli Hoeneß als auch der “Kaiser”, Franz Beckenbauer, kritisierten van Gaal unter der Woche für die teils katastrophalen Leistungen der Vorwochen (0:2 gegen Bordeaux, 1:1 gegen Schalke 05) – absolute Rückendeckung sieht anders aus. Gespannt sein darf man auf die Aufstellung. Ob Luca Toni nach seiner Trainerkritik auflaufen darf steht genauso wenig fest wie ein Einsatz des immernoch am Knie verletzten Arjen Robben. Das Spiel wird am Sonntag, den 22.11.09 um 15.30 Uhr angepfiffen.

Ich gehe von folgender (wie immer vollkommen sinnfreier) Aufstellung aus:

Butt – Lahm, van Buyten, Badstuber, Braafheid – van Bommel – Tymoshchuk, Müller – Schweinsteiger – Toni, Klose

Herr van Gaal, wie wäre es denn mit:

Butt – Lahm, van Buyten, Demichelis, Badstuber – van Bommel, Tymoshchuk – Müller, Robben – Toni, Gomez

Mein Tipp: 0:3 für Leverkusen (da ich ja in den letzten Wochen immer daneben lag :) )

Auch die Amateure stehen vor einer schweren Aufgabe. Am heutigen Samstag geht es ab 14.00 Uhr in der Herrmann-Gerland-Kampfbahn gegen die Eintracht aus Braunschweig, derzeitiger Tabellen-3. der 3. Liga. Zwar sind die kleinen Bayern mittlerweile auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht, die letzten Spiele geben aber berechtigte Hoffnung auf baldige Besserung. Allerdings fehlen den Amateuren morgen die rot-gesperrten Maximilian Haas, Danny Schwarz und Denitz Yilmaz.

So könnten die spielen:

Kraft – Schürf, Schütz, Saba, Kopplin – Erb – Rieß, Ekici, Alaba – Sene, Sikorski


16. Nov. 2009

Der FC Bayern hatte in Deutschland Liga-Maßstäbe gesetzt. 25 Siege in 34 Bundesliga-Spielen (davon 16-mal zu Hause) und ein um 64 Tore positiveres Torverhältnis (93:29) in der Saison 1972/1973 sind noch heute gültige Bestmarken. Da verwundert es nicht, dass man nun endlich den “Pott”, den Europapokal der Landesmeister, nach München holen wollte.

Die Mannschaft war an sich personell bestens hierfür bestückt und so verstärkte man sich in der Sommerpause 1973 nur punktuell. Neben Stürmer Bernd Gersdorff, der noch während der Hinrunde wieder zurück nach Braunschweig ging, kam mit der damaligen Rekord-Ablösesumme Jupp Kapellmann als Allrounder vom 1.FC Köln.

Die Personalkosten waren hoch und so hetzte Präsident Neudecker die Truppe in der Vorbereitung und auch noch nach Saisonbeginn von einem Freundschaftsspiel zum nächsten. Bis zum Hinrunden-Spiel im Europapokal hatte man 31 Spiele in 65 Tagen absolviert, dabei auch 1859 München mit 3:0 geschlagen und auf dem Weg zu einem Tunier in Spanien Qualitäten gezeigt, die jedem Groundhopper die Ehre gereicht hätten: Auf dem Weg nach Bilbao musste das Flugzeug wegen Nebels in Saragossa landen. Am nächsten Tag wurden die restlichen 400 Kilometer bei sengender Hitze im Bus zurückgelegt. Erst 20 Minuten vor Anpfiff erreichte man das Stadion und fegte nebenbei Real Madrid 5:1 vom Platz.

Fortune gegen Fortuna: Nach holprigem Beginn in der Bundesliga, mit spät sichergestellten Siegen gegen Fortuna Düsseldorf und Liga-Neuling SC Fortuna Köln kam das Team 1973/1974 so richtig in Fahrt. Erster Hinrundenhöhepunkt war dabei ein 5:5 bei Schalke. Auch ein 3:0 oder 4:1 Vorsprung reichte den “Knappen” in der Glückaufkampfbahn nicht. Das 5:5 stellt bis heute das höchste Bundesliga-Unentschieden des FC Bayern dar. Gegen Atvidaberg FF begann die Expedition in Richtung Europas Thron. Es war ein müder Kick, denn mit diesem Spiel hatte der Kader bereits 31 Spieöe in 65 Tagen absolviert. Wenn auch durch ein Eigentor auf beiden Seiten, sah der Hinspiel-Erfolg mit 3:1 noch normal aus. Weniger normal war hingegen das Endresultat im Rückspiel, nämlich ebenfalls 3:1 – allerdings für den schwedischen Meister. Erst Hoeneß Treffer in der 73.Minute ermöglichte die Verlängerung und das schlussendlich erfolgreiche Elfmeterschießen. Besondere Gefallen fand Wilhelm Neudecker am zweifachen Torschützen Conny Torstensson. Nachdem er gegen Bayern nur rote Fussballschuhe trug, trug er bereits zur Rückrunde das rote Bayern-Trikot. Die schwedische Zeitung “Sydsvenska Dagbladet” schrieb: ” Ein spannenderes und dramatischeres Spiel hat es in ganz Skandinavien noch nicht gegeben.”

Gegen die immer noch weit verbreitete Meinung, dass Bayern nur unterkühlt erfolgreichen Fussball zeigte, sprach nicht nur das Spiel auf Schalke, sondern auch die Pleite am 12.Spieltag in der Pfalz. Eine verdiente 4:1 Halbzeitführung auf dem Betzenberg verlor man am Ende hin noch mit 7:4. Trainer des FCK: Erich Ribbeck. Das Spiel gilt heute noch als Sinnbild für erfolgreichen Kampfgeist und fester Bestandteil in der Vorberichterstattung heutiger Paarungen zwischen FCK und FCB.

Denkbar schlechte Voraussetzungen für die nächsten Aufgaben im Europapokal. Während die Münchner Tageszeitungen zunächst nur über Ajax oder Atletico Madrid als mögliche Gegner im Europapokal spekulieren, bescherte die Auslosung den DDR-Meister Dynamo Dresden. Was aber zunächst folgte, war eine Krisensitzung im Trainingslager in Rottach-Egern. Neudecker: “Wer glaubt, nicht die volle Leistung bringen zu können, soll die Hand heben. Er bekommt von mir die sofortige Freigabe.” Es hob aber niemand die Hand. Ende der Aussprache. Die Sachsen, und damit der erste deutsch-deutsche Vergleich im Europapokal überhaupt, konnten kommen.

Schon im Hinspiel, in München, tat man sich gegen die Elbstädter sehr schwer. In einem sportlichen, aber dennoch nicht minder politischen Vergleich lag man zur Pause doch tatsächlich 2:3 zurück. Erst in der 83.Minute erlöste Gerd Müller mit seinem Siegtreffer zum 4:3 die Bayern. Der sächsiche Dynamo-Trainer Walter Fritzsch erkläre nach dem Spiel doppeldeutig: ” Bei ihnen wird viel mit Geld gemacht, bei uns müssen die Trainer sehr viel reden. Wir haben eben ein anderes System.” Zur Enttäuschung der zahlreichen Bayern-Fans im Osten änderte man bei der Fahrt zum Rückspiel die Reisepläne und übernachtete trotz reservierter Hotelzimmer noch vor der Zonengrenze in Hof, um erst am Spieltag die Fahrt zum Rudolf-Harbig-Stadion fortzusetzen. Die Vereinsführung machte sich damit eine neue UEFA-Bestimmung zunutze, wonach die Gastmannschaft nun nicht mehr bereits am Vortag des Matches an Ort und Stelle zu sein hatte. Die Befürchtung vor Wanzen bei der Mannschaftsbesprechung und manipuliertem Essen führten zu dieser unpopulären Entscheidung. Wie man mittlerweile weiß, war zumindest die Furcht vor Wanzen nicht abwegig.

Obwohl Uli Hoeneß seinem Gegenspieler Eduard Geyer zweimal davonlief und beide Male einnetzte, konnte die Mannschaft die 2:0 Führung nicht halten und lag erneut mit 2:3 gegen die eine starke Dresdner Mannschaft zurück. Wiederum Müller sorgte schließlich mit seinem 3:3 Ausgleich für eine Überwinterung im Europapokal. Geschafft! Die Bundesliga Hinrunde endete mit einem mitreißenden Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach, bei dem der FC Bayern dank eines spielstarken 4:3 Erfolges die Herbstmeisterschaft erringen konnte. Eingerahmt wurde dieser Erfolg von der 1. und 2.Runde im DFB-Pokal, bei dem man zuerst den MSV Duisburg zu Hause 3:1 und anschließend den SV Werder Bremen in Bremen 2:1 besiegen konnte.


9. Nov. 2009

Was ist da momentan nur an der Säbenerstr. los? Die Profis gurken momentan in der Bundesliga auf dem achten Tabellenplatz rum (FC Bayern verliert weiter an Boden). Im DFB Pokal ist man dank schwacher Gegner zum Glück bis ins Viertelfinale gekommen und auch dort wartet kein so starker Gegner auf die Männer von Coach van Gaal. In der Championsleague überzeute man bisher noch gar nicht so richtig, denn auch beim 3:0 in Tel Aviv gegen Maccabi Haifa war das Spiel nicht so rosig, wie es das Ergebnis wiederspiegelte. Zu allem Überfluss mit 19 Spielen und 19 verschiedenen Aufstellungen durch van Gaal, rumort es jetzt auch noch heftiger in der Mannschaft.

Luca Toni wurde am Samstag dabei erwischt, dass er vorzeitig das Stadion mit seinem schwarzen Audi Q7 verlassen hat und sich das langweilige Spiel gegen Schalke 05 nicht mehr angetan hat. Dafür hagelte es am Sonntag eine angeblich hohe Geldstrafe vom Verein. Im Endeffekt eine wirklich dämliche Geschichte, die sich Luca Toni da angetan hat. Die restlichen 45 Minuten nach seiner Auswechslung hätte er sich auch noch irgendwie im Kabinengang oder den Katakomben anschauen können. Wäre sicherlich billiger für Luca Toni gewesen. Fraglich ist nur, ob er damit seinen Abgang in der Winterpause provozieren will. Leider trifft der italienische Weltmeister ja seit Wochen und Monaten nicht mehr für unsere Roten.

Philipp Lahm hat sich nach seinem mit dem Verein nicht abgestimmten Zeitungsinterview ebenfalls eine sehr hohe Geldstrafe vom Verein abgeholt. Uli Hoeneß war richtig sauer und konnte das Verhalten von Lahm überhaupt nicht verstehen. Als Fan, der sich die Spiele der letzten Wochen fast alle live im Stadion angesehen hat, kann man die Aussagen von Lahm durchaus verstehen. Leider kann sich der Verein, dass aber nicht bieten lassen, obwohl Lahm wirklich Recht hat. Ich gehe nun seit 1988 zum FC Bayern und auch ich habe schon desöfteren feststellen müssen, dass die Vereinsoberen nicht immer Recht behalten durften, was z.B. das Thema Transfers angeht. Man denke z.B. an Spieler wie Julio dos Santos, Breno, Bernardo, Tobias Rau, Vahid Hashemian, usw. Was man mit diesen Spielern anstellen wollte, verstehe ich bis heute nicht. Philipp Lahm hat ebenso Recht, mit dem Gedanken, dass in anderen Vereinen Systeme gespielt werden und dafür immer wieder optimiert wird. Beim FC Bayern klappt das ebenfalls nicht. Sicherlich ist das alles Jammern auf hohem Niveau, da wir in den vergangenen Jahren ja einige tolle Erfolge feiern durften, aber auch nur, da die anderen noch schlechter waren als wir.

Wer sich das Interview von Philipp Lahm einmal durchlesen möchte, kann dies hier tun: Interview Lahm Süddeutsche

Ich bin richtig gespannt, wie es mit meinem Verein weitergehen wird und die Länderspielpause genutzt wird.

Zwei Tage nach der Niederlage gegen Bordeaux war ja erstmal spielfrei, dass hat man am Samstag bei den unzähligen Fehlpässen ja auch gesehen…


2. Nov. 2009

Jetzt reicht es Uli Hoeneß. Nach Informationen von mehreren Münchener Tageszeitungen verklagt der FC Bayern den TSV 1859 München aufgrund von Vertragsbruch wegen nicht getätigter Zahlungen in Bezug auf das Catering in der Allianz Arena. Die Löwen als Mieter der Allianz Arena zahlen seit Saisonbeginn vertraglich vereinbarte Kosten für das Catering nicht – es geht um 50.000 € pro Spiel, also mittlerweile schon 350.000 €. Der Geschäftsführer der Löwen, Manfred Stoffers, bestätigte ausstehende Zahlungen, verwies aber darauf, dass der Vertrag in der von Hoeneß dargestellten Form nur für die 1. Bundesliga gilt. Pikant an dieser Aussage: 1859 spielt bereits seit 2005 in der 2. Bundesliga, der Vertrag wurde aber erst 2006 bei der Übernahme der Anteile von 1859 an der Allianz Arena durch den FC Bayern geschlossen. Uli Hoeneß hat bereits eine kleine Andeutung gemacht, dass man eine Kündigung des Mitverhältnisses mit den Löwen in Erwägung zieht.

Man darf gespannt sein, wie es in dieser Sache weitergeht…


2. Nov. 2009

So wie die Presse heute berichtet, gibt es wohl für den FC Bayern in den nächsten Tagen einen Geldsegen vom Automobilsponsor Audi aus Ingolstadt für den FC Bayern. Bisher gab es schon einige Gerüchte, ob sich Audi am FC Bayern beteiligen wird. Nach Informationen von stern.de wird sich der Ingolstädter Automobilkonzern mit 9,5 % am FC Bayern beteiligen und dafür rund 80 Millionen Euro bezahlen. Nach Adidas, wäre Audi das zweite Unternehmen, dass sich am FC Bayern beteiligen wird. Sicher möchte Uli Hoeneß noch einmal ein Schmankerl zu seinem Abschied am 27.11.2009 aus dem Ärmel zaubern. In einer Fernsehsendung erklärte Hoeneß, dass noch vor der Jahreshauptversammlung am 27.11.2009 eine Pressemitteilung veröffentlicht werden wird. Im Gespräch ist eine Beteiligung und ein langfristiger Vertrag.

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