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14. Jul. 2010

Gute Nachrichten für den FC Bayern! Der FC Bayern hat im Dauerstreit mit dem Rivalen TSV 1859 München vor Gericht Recht bekommen. Im Streit um das Catering in der Allianz Arena, hat das Landgericht I die Kätzchen am Mittwoch dazu verurteilt, die ausstehenden Zahlungen für die Verköstigung “zuzüglich Zinsen und Prozesskosten vollständig zu bezahlen”. Das teilte der FC Bayern offiziell mit. “1859 hat die Medien über Monate fehlinformiert, da ist eine Scharlatanerie betrieben worden, die hanebüchen ist. Dieses Geld, dass 1859 ungerechtfertigterweise abgezogen hat, werden wir eins zu eins an den Caterer weiterreichen”, sagte Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge.

Jetzt wird es Zeit für rot-weiße Sitze im Stadion!


17. Mai. 2010

So sprach Karl-Heinz Rummenigge nach dem überzeugenden Sieg im DFB Pokalfinale gegen Werder Bremen. Mit 4:0 hatten die Bayern zuvor Werder Bremen besiegt und deutlich gemacht, wer die momentane Fussballmacht in Deutschland ist. Der FC Bayern überzeugte von der ersten Spielminute an und wenn man ganz ehrlich ist, war der Sieg zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Bremen stellte sich wie immer gegen Bayern hinten rein und wollte nur kontern. Die Bayern ließen sich davon nicht beeindrucken und spielten 90 Minuten konsequent ihr Spiel. Arjen Robben war der erste Torschütze per Handelfmeter, den Per Mertesacker verursachte. Ivica Olic, Franck Ribéry und Bastian Schweinsteiger waren die weiteren Torschützen bei der nächsten großen Berliner Party. Die Bayern gewannen bereits zum 15.Mal den DFB Pokal und mit dieser Mannschaft ist sogar nächste Woche das Tripple drin. Philipp Lahm sagte nach dem Spiel: “Ein Double ist schön, aber ein Tripple ist besser!”

Hoffen wir, dass der Siegesrausch der Mannschaft weitergeht und wir am nächsten Sonntag eine Tripplefeier auf dem Marienplatz feiern dürfen!

FC BAYERN WIR FAHREN NACH MADRID!!


18. Mrz. 2010

Der FC Bayern will seine Vereinsgeschichte künftig in einem eigenen Fussball-Museum präsentieren. “Die Planungen laufen, wir arbeiten mit Volldampf daran”, meint Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge zu dem Projekt, das die Bayern nicht Museum, sondern “Erlebniswelt” nennen wollen. Die Einrichtung soll in der Allianz Arena untergebracht werden, die Eröffnung ist für nächstes Jahr vorgesehen.


5. Feb. 2010

Nachdem bereits Holger Badstuber, Mehmet Ekici, Diego Contento und Thomas Müller vor kurzem neue Verträge beim Rekordmeister FC Bayern München erhalten haben, ist nun auch Daniel van Buyten mit einem neuen Vertrag bis 30.06.2012 ausgestattet worden. Der Vertrag von Daniel van Buyten wäre ansonsten zum Saisonende ausgelaufen. Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge erklärte, dass der FC Bayern sehr glücklich sei, mit drei aktuellen Stammspielern langfristig planen zu können.


28. Jan. 2010

“Im ganzen war 1978/79 nicht mehr so schlimm wie die Spielzeit davor. Vom Hochhausaufzug, der laufend mit 180 Sachen vom Keller in den 45.Stock und zurück raste, waren wir in einen Paternoster umgestiegen”, freute sich Torhüterlegende Sepp Maier nach dem Chaos-Jahr 77/78 über einen FC Bayern in deutlich ruhigeren Fahrwassern. Das Traumpaar “Breitnigge” – Karl-Heinz Rummenigge und Paul Breitner – fand sich, eine neue Erfolgsära kündigte sich an. Erstes Signal: Im Olympiastadion hingen die Trauben für die Gäste wieder höher. Die Münchner mussten nur zwei Heimpleiten in der Liga hinnehmen, eine davon beim 0:1 gegen den späteren Meister HSV. Dem gegenüber standen allerdings eine Reihe Kantersiege wie etwa ein 5:1 gegen Double-Gewinner Köln. Und selbst der “Kaiser” kam nicht ungeschoren davon. Mit Cosmos New York kassierte Franz Beckenbauer in einem Freundschaftsspiel vor 78.000 Zuschauern in der olympischen Arena eine 1:7 Abfuhr.

Ganz ohne böse Überraschungen verlief aber auch diese Saison nicht. In Runde zwei des DFB-Pokals erlebte der FC Bayern eine 4:5 Heimblamage gegen den Zweitligisten VfL Osnabrück. Selbst der stürmende Maier Sepp (“Ich wollte unseren Angreifern mal zeigen, wo das gegenerische Tor steht!”) konnte den peinlichen K.-o. nicht verhindern. In der Bundesliga schmerzte ein 1:7 in Düsseldorf, ins Rennen um den Titel griffen die Bayern nicht ein. Der Grund: Interne Querelen, die in der Entlassung von Coach Gyula Lorant (Dezember´78) und dem Rücktritt von Präsident Wilhelm Neudecker (Frühjahr´79) gipfelten. Neuer Trainer wurde Lorants Assistent Pal Csernai – sehr zum Leidwesen von Gerd Müller. Der Ungar und der Jahrhundert-Torjäger waren wie Hund und Katz. Schließlich nahm der “Bomber der Nation” leise Abschied. Ab Sommer 1979 “müllerte” es nicht mehr im Olympiastadion, sondern in Fort Lauderdale. Zum neuen “Präse” wurde Willi O.Hoffmann gewählt und Uli Hoeneß (damals 27) startete seine einzigartige Managerkarriere. Die Bundesliga beendeten die Bayern mit einem 2:1 bei Meister HSV. Nach einem Jahr Pause bedeutete Platz vier zumindest wieder die Teilnahme am Europacup.

Ganz ohne München kamen die kontinentalen Wettbewerbe aber schon 78/79 nicht aus. Am 30.Mai 1979 bildete das Olympiastadion erstmals die herrliche Kulisse für das Finale im Landesmeister-Cup. 57.000 Zuschauer sahen Nottingham Forest unter Manger-Legende Brian Clough 1:0 gegen Malmö siegen.

So feierlich die Spielzeit für das Olympiastadion endete, so bitter begann die nächste für den FC Bayern. Sepp Maier erlitt im Juli 1979 bei einem Autounfall schwere Verletzungen und musste seine Karriere beenden. Ein Jahr nach dem fatalen Crash sagte die “Katze von Anzing” beim festlichen Abschiedsspiel gegen die Nationalmannschaft “Servus” – Emotionen pur unterm Zeltdach, die legendäre Achse Maier-Beckenbauer-Müller war endgültig Geschichte.

Nach “Katsche” Schwarzenbecks verletzungsbedingtem Aus im August 1979 stand mit Bernd Dürnberger nur noch ein Leistungsträger der triumphalen 70er im Kader. Aber neue Meister Bayern sprangen in die Bresche. Manager Hoeneß und Trainer Csernai hatten um Kapitän Breitner und Torjäger Rummenigge ein schlagkräfitges Team zusammengestellt. Zunächst meldete sich der FCB im Europapokal zurück, wo mit weißer Heimweste erst im Halbfinale gegen den späteren UEFA-Cup-Sieger Eintracht Frankfurt das Aus kam. In der Bundesliga konnte die Münchner keiner aufhalten: Am 31.Mai 1980 präsentierten sie im Olympiastadion endlich wieder die Meisterschale – ihre sechste. Über 70.000 feierten die Bayern, die in einem furiosen Saisonendspurt Titelverteidiger HSV in die Knie gezwungen hatten – nicht zuletzt dank ihrer Heimstärke (nur Köln siegte glücklich in München) und zweier viel umjubelter Derby-Erfolge (2:1 und 6:1) gegen Aufsteiger 1859 vor jeweils 78.000 Zuschauern. Die Presse schwärmte vom “Traumfussball”, feierte vor allem Überflieger Karl-Heinz Rummenigge. Der Torschützenkönig der Bundesliga krönte eine “rote” Spielzeit schließlich noch mit einem EM-Triumph im Nationaltrikot und wurde Deutschlands sowie Europas “Fussballer des Jahres”. Ein neuer Weltstar war geboren, der dem FCB auch in den kommenden Jahren Trophäengarant sein sollte.


18. Jan. 2010

1982/83 in der Liga nur Platz vier und im Europacup an Aberdeen gescheitert!

Die Herbstmeisterschaft wurde in der Saison 1982/83 zwar knapp verpasst, aber mit Tabellenplatz zwei und dem Erreichen des Viertelfinales im Europapokal der Pokalsieger standen die Chancen des FC Bayern sehr gut auf eine erfreuliche Rückrunde.

Mit einem Hallentunier in der Schweiz, einem Freundschaftsspiel in Frankreich, einer Vorbereitungspartie gegen den VfB Stuttgart und dem Ablösespiel für Jean-Marie Pfaff in Belgien gestalteten sich die Vorbereitungen auf die zweite Saisonhälfte 1982/83 recht abwechslungsreich. Ernst wurde es dann am 18.Bundesliga-Spieltag mit einem Heimspiel gegen Werder Bremen. Nur 18.000 Zuschauer froren im Olympiastadion, in dem auch das magere 1:1 nicht zur Erwärmung beitrug. Das sah in den beiden nachfolgenden Begegnungen jedoch schon ganz anders aus. In Düsseldorf gab es mit einem 5:3 Sieg ein äußerst seltenes Ergebnis, bei dem es den Bayern erst in den letzten 15 Minuten durch Dürnberger und Dremmler gelang, die Führung herauszuschießen. Einmal in Schwung gekommen, ging im darauf folgenden Heimspiel der Karlsruher SC 1:6 in München unter, wobei der 5:0 Halbzeitstand zunächst noch Spektakuläres versprach.

Von einem ernüchternden 1:1 in Leverkusen mal abgesehen, war es dann Arminia Bielefeld, das mit 0:5 in München die Segel streichen musste. Dieser Lauf fand, wie schon so oft in den letzten Jahren, im Frankfurter Waldstadion ein Ende Der verschossene Elfmeter von Paul Breitner verhinderte die 0:1 Niederlage leider nicht.

Auf europäischer Bühne galt es den Einzug ins Halbfinale des Europapokals der Pokalsieger sicherzustellen, Der Verein hatte zwar seinen Schuldenberg merklich abbauen können, doch zusätzliche Einnahmen hätten auch aus diesem Grund dem FCB gut getan. Gegner im Viertelfinale war der schottische Pokalsieger FC Aberdeen. Das Hinspiel in München wurde von den Bayern allerdings nicht zur Schaffung einer einigermaßen beruhigenden Ausgangsposition genutzt. Nur 0:0 lautete das Endergebnis nach 90 Minuten. Ob das reichen würde?

Hiernach sah es im ausverkauften Pittodrie-Stadion zunächst tatsächlich auch aus, denn Klaus Augenthaler brachte den FC Bayern mit 1:0 in Front. Nach dem Ausgleich war es Hans Pflügler, der in seinem ersten Europacup-Einsatz von Beginn an für die 2:1-Führung in der 61.Minute sorgte. Nun hätten die Schotten noch zwei Tore zum Weiterkommen schießen müssen. Und das taten sie leider auch. Innerhalb von nur 40 Sekunden drehten sie die Partie. Nach Liverpool und Aston Villa war man nun erneut an einer britischen Mannschaft gescheitert. Aberdeen hingegen schaffte es bis ins Finale und gewann dort sogar gegen Real Madrid.

In der Bundesliga konnte der FC Bayern zwar Anschluss an den Tabellenführer Hamburger SV halten, aber an einen Wechsel an der Tabellenspitze war nicht zu denken. Die beiden Tabellennachbarn gewannen und strauchelten gemeinsam. Keiner profitierte vom anderen. Als die Bayern dann einmal zu viel strauchelten, mussten sie sogar noch Werder Bremen an sich vorbeiziehen lassen. Der Mannschaft schien endgültig die Puste auszugehen, als sie zum wiederholten Mal den verletzungsbedingten Ausfall ihres Regisseurs Paul Breitner in Kauf nehmen musste. Der Kapitän plagte sich in jener Saison mit so ziemlich allen Verletzungen herum, die so ein Krankenblatt hergeben kann: Oberschenkelzerrung, Kapselriss, Bänderriss und Absplitterung im Sprunggelenk.

Zum Ende der Saison musste die Mannschaft auch wieder empfindliche Niederlagen einstecken. Einem 0:2 in Köln folgte zu Hause ein 0:1 gegen Kaiserslautern. Das war zuviel für das Präsidium. Der öffentliche Druck auf Pal Csernai nahm nun auch lautstarke Formen von den Rängen im Olympiastadion an. Nach 50 Monaten endete seine Zeit als Cheftrainer beim FC Bayern. Nachfolger wurde für die restlichen drei Saison-Spiele, der bisherige Co-Trainer Reinhard Saftig. Er war damit der 7.Bayern-Trainer seit Bundesligazugehörigkeit 1965.

Mit einem 4:4 bei Borussia Dortmund verschaffte sich Saftig einen durchaus gelungenen Einstand. Als die Mannschaft am vorletzten Spieltag, zu Hause gegen Schalke 04, in der 72.Minute immer noch 0:1 hinten lag, wechselte sich Paul Breitner auf eigenes Betreiben, aber durchaus in Absprache mit Saftig und Uli Hoeneß quasi selbst ein. Zu Spielbeginn noch in zivil auf der Ersatzbank sitzend, versuchte er, einer Verzweiflungstat gleich, der Mannschaft die nötigen Impulse zu geben. Verletzt rieb er sich jedoch in Zweikämpfen auf und konnte auch nicht mehr die Wende herbeiführen. Es war letzte Pflichtspiel von einem der sechs Weltmeister von 1974 im Dress des FC Bayern.

Mit einem 3:2 Auswärtssieg in Nürnberg und einer Asientournee (Breitner kassiert im letzten Spiel noch mal eine rote Karte) beendete der FCB die Saison 1982/83. Tabellenplatz vier in der Bundesliga berechtigte zur Teilnahme am UEFA Cup in der kommenden Saison. Das Spiel der Bayern stand nicht nur in Abhängigkeit von Regisseur Paul Breitner, sondern lebte maßgeblich auch von der Treffsicherheit des Sturmduos Dieter Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge. Beide erzielten für die Mannschaft exakt die Hälfte der Bundesliga-Tore. Deutscher Meister wurde zum sechsten Mal der Hamburger SV, der mit seinem Trainer Ernst Happel die wohl beste Spielzeit der Vereinsgeschichte hinlegte und schließlich sogar gegen Juventus Turin mit 1:0 den Europapokal der Landesmeister gewann.


7. Jan. 2010

Breitner und Rummenigge führen die Bayern unter Pal Csernai zur Meisterschaft

Der FC Bayern hatte sich Ende der 70er Jahre wieder sportlich gefestigt. Männer wie Willi O.Hoffmann als Präsident, Uli Hoeneß als Manager und Trainer Pal Csernai läuteten an der Spitze des Vereins das neue Jahrzehnt ein. Auf dem Rasen machte das Duo “Breitnigge” weiter von sich Reden und zog zukünftige Stars im damaligen Kader mit. Ob sie nun Dieter Hoeneß, Kurt Niedermayer, Wolfgang Dremmler oder Klaus Augenthaler hießen: Hier wuchs etwas heran.

Dennoch begann das neue Fussballjahr alles andere als verheißungsvoll. Nach nur zwei Freundschaftsspielen mit Siegen in Würzburg und Ingolstadt machten in den beiden ersten Pflichtspielen zwei 0:1 Auswärtsniederlagen dem Team zu schaffen. Die Rückrunde begann wegen der anstehenden EM in Italien relativ früh und startete mit dem Spiel in der 3.Runde des DFB Pokals gegen die SpVgg Bayreuth. Auf schneebedecktem Rasen wussten die Mannen um Paul Breitner am 12.Januar 1980 kein Mittel gegen den tapfer kämpfenden Zweitligisten, ließen nach dem frühen “Tor des Tages” jegliches Aufbäumen vermissen und verabschiedeten sich aus dem Wettbewerb. Eine Woche später revanchierte sich Bayer Leverkusen für seinen Fehlstart in die mittlerweile 25-jährige Bundesligazugehörigkeit und schickte den FCB mit 0:1 vom Rhein zurück an die Isar. Das saß.

Die anstehenden Aufgaben im UEFA-Cup ließen noch ein bisschen auf sich warten, und so galt die ganze Konzentration nun der Bundesliga. Einem 3:1 Heimerfolg gegen Schalke 04 folgte prompt eine gleich lautende Auswärts-Schlappe gegen den HSV. Von Augenthalers Eigentor mal abgesehen, hatte das Spiel im Volksparkstadion jedoch noch eine weitere Besonderheit zu bieten: Nachdem Schiedsrichter Linn ein klares, elfmeterreifes Foul an Breitner außerhalb des Strafraum verlegte und einen Abstand der HSV-Mauer beim Freistoß von vier Metern aktzeptierte, reklamierte der Bayern-Kapitän. Die fällige vierte gelbe Karte führte zu einem Spiel Sperre. Breitner klagte dagegen vor dem DFB-Sportgericht. Die Klage wurde zwar inhaltlich zurückgewiesen, aber als formal grundsätzlich statthaft bestätigt. Ab sofort waren damit juristische Einsprüche gegen Schiedsrichter-Entscheidungen seinerzeit möglich.

Wie gut, dass nun zwei Heimspiele in Folge anstanden. Erneut 3:1 lautete das Ergebnis. Diesmal gegen Mönchengladbach. Es folgte ein 3:0 Erfolg gegen Bochum, bei dem Wintereinkauf und Abwehrspieler Jan Einar Aas aus Norwegen in seinem fünften Pflichtspiel zum ersten und leider auch zum letzten Mal für den FC Bayern traf. Karl-Heinz Rummenigge, der angesichts einer hervorragenden Saison internationales Interesse auf sich zog, verlängerte seinen Vertrag bis 1985, den er jedoch nichgt ganz erfüllen sollte.

Nach einem 1:1 in Berlin begannen die “Pfälzer Wochen” mit einem dreifachen Aufeinandertreffen mit dem 1.FC Kaiserslautern, das nur von einem erneuten 3:1 Heimsieg gegen Duisburg kurz unterbrochen wurde. Den Auftakt bildete das Hinspiel im Viertelfinale des UEFA-Cups auf dem Betzenberg. Mit einer 0:1 Niederlage konnte der Schaden dabei einigermaßen in Grenzen gehalten werden. Zehn Tage später machte man es in der Liga mit einem 1:1 an gleicher Stelle etwas besser. Auf Platz zwei der Tabelle stehend, ließ sich der ansonsten vorsichtige Csernai zu der Aussage verleiten, “dass die deutsche Meisterschaft im Bereich unserer Möglichkeiten liegt”. Eine für ihn geradezu kühne Prognose. Mitte März folgte das Viertelfinal-Rückspiel im Olympiastadion, das man mit 4:1 jedoch deutlich für sich entscheiden konnte.

Die folgende Auslosung zum UEFA-Cup-Halbfinale geriet zur rein deutschen Angelegenheit. Während Stuttgart auf Mönchengladbach traf, wurde der zweite Endspielteilnehmer zwischen dem FC Bayern und Eintracht Frankfurt ermittelt, wobei die Eintracht mit 0:2 und 5:1 nach Verlängerung das Finale erreichte. Erneut war man an Frankfurt gescheitert. Erst im Halbfinale des DFB-Pokals 1973 und nun zweimal in Folge im UEFA-Cup.

Wenigstens hatte man zwischendurch mit Volldampf Kurs auf die Meisterschaft genommen. Von einem 0:1 Ausrutscher in Dortmund mal abgesehen, paarten sich Auswärtssiege in Köln und Uerdingen mit eindrucksvollen Heimsiegen. Ein 7:0 Erfolg über Werder Bremen trug dabei zum Abstieg der Hanseaten wenige Wochen später bei. Paul Breitner, der sich in dieser Saison fortlaufend mit Achillessehnen-Problemen plagte, wirkte ausgebrannt. Csernai griff in die “Trickkiste” und genehmigte dem Kapitän einen in Mannschaft und Presse unpopulären Sonderurlaub von drei Tagen. Mit zwei Toren beim 6:1 Derbysieg zahlte der Mittelfeldregisseur das Vertrauen des Trainers zurück. Diese Torflut in der Partie gegen den TSV 1859 und der klare 6:0-Erfolg gegen Fortuna Düsseldorf waren nicht nur schön, sie waren auch in dieser Höhe bitter nötig. Den Hamburger SV hatte man nämlich nun nach Punkten und Toren eingeholt, am vorletzten Spieltag sogar überholt.

Am letzten Spieltag sorgten noch einmal Breitner und Rummenigge mit ihren Toren zum 2:0 Sieg über Eintracht Braunschweig für einen schönen Schlusspunkt zur sechsten deutschen Meisterschaft. Der Lippstädter trug mit seinen 26 Toren dabei maßgeblich zum Titelgewinn bei. Ein Erfolg, der ihm auch erstmalig die Torjägerkanone bescherte. Der Jubel nach dem Schlusspfiff im Stadion und später dann auf dem Marienplatz zeigte deutlich, dass Titelgewinne nach vier Jahren Durststrecke von Verantwortlichen und Fans längst nicht mehr als etwas Selbstverständliches verstanden wurden.


27. Nov. 2009

Der Manager tritt ab – nach 30 Jahren Leidenschaft wurde Uli Hoeneß auf der heutigen Jahreshauptversammlung des FC Bayern zum neuen Präsidenten gewählt. 30 Jahre Herzblut und Einsatz für seinen FC Bayern, 30 Jahre “Abteilung Attacke”. Die Sonderedition des Bayern-Magazin für die Jahreshauptversammlung hat eine Auswahl von Ulis besten Sprüchen abgedruckt:

“Den FC Bayern betrachte ich wie meine eigene Familie.”

“Ich glaube nicht, dass wir das Spiel verloren hätten, wenn es 1:1 ausgegangen wäre.”

“For me, it’s scheißegal.” (Auf die Frage nach seinem Wunschgegner für das Champions League-Finale)

“Der kann noch über 100 Jahre spielen, der wird uns nie überholen.” (Über Christoph Daum)

“Die Wahnsinnspreise zahlen wir sicherlich nicht, aber die mittleren Wahnsinnspreise könnte ich mir schon vorstellen.”

“Wir haben einen Hund zu Hause, der ist acht Wochen alt. Der hat am letzten Sonntag völlig verstört unter dem Sofa hervor geschaut. Denn als Bremen in Dortmund das 3:1 erzielt hat, habe ich einen Schrei losgelassen, dass die Wände wackelten.”

“Meinen Sie denn, wir haben einen Geldscheißer?” (Auf die Frage, ob die Bayern nach Roy Makaay einen weiteren Top-Spieler verpflichten)

“Der sagt zu allem irgendwas. Stoßen in Tschechien zwei Spieler mit dem Kopf zusammen, weiß er, dass das in Leverkusen 1934 auch schon passiert ist.” (Über Reiner Callmund)

“Es nützt dir nichts, einen zu holen, der immer bei Bravo Sport auf der Seite eins steht. Wir wollen einen haben, der beim Kicker auf Seite eins steht.” (Auf die Frage, ob er sich einen Transfer David Beckhams nach München vorstellen könne)

“Wir haben bis jetzt auch nicht Backsteine in die Hand genommen, sondern auch Geld.” (Zur Verpflichtung neuer Spieler)

“Das ist die größte Karl-May-Geschichte überhaupt.” (Zu Spekulationen über die Verpflichtung eines Spielers)

“Bei Ottmar Hitzfeld ist das ja nicht so wie bei George Bush, wo alle froh sind, wenn er endlich weg ist.”

“Die Bremer sollen ruhig oben stehen bis Weihnachten. Aber der Nikolaus war noch nie ein Osterhase.”

“Sie haben gekämpft wie die Löwen – oder wie die Tiger. Löwen dürfen wir ja nicht sagen.”

“Ich habe mir früher im Training Schienbeinschützer angezogen, weil ich wusste: Wenn der Franz ‘Bulle’ Roth sauer auf mich ist, dann fegt der mich auf die Aschenbahn. Das Training war für mich Überlebenskampf – und ich habe mich dabei wunderbar entwickelt.” (Über seine Vergangenheit als Spieler)

“Wir werden wieder in Lederhosen auftreten. Die Konkurrenz kann sich also wieder damit beschäftigen, sie uns auszuziehen.”

“Es geht nicht, dass ich zweimal am Tag trainiere und am Abend besoffen unterm Tisch liege.”

“Wir müssen ein bisschen Krach machen, wir wollen ein volles Stadion. Ballyhoo muss sein.”

“Wenn ich wirklich weggehen sollte vom FC Bayern, dann nur nach Italien. Ich würde denen gerne mal zeigen, wie man den Europapokal holt, ohne jedes Jahr 30 Millionen für neue Spieler auszugeben.”

“Der Franz bleibt noch 5 Jahre Präsident des FC Bayern. DFB-Präsident ist doch fürchterlich langweilig. Und FIFA-Präsident, das ganze Jaht unterwegs sein zu Leuten, die nichts verstehen, das kann nicht seine Aufgabe sein.” (So gesagt im Sommer 1995)

“Die Mannschaft war wochen- und monatelang ohne Führung von Trainerseite her. Es tut mir Leid für Otto, aber das musste gesagt werden.” (Nach der Entlassung Otto Rehhagels)

“Ich respektiere die Dortmunder sehr. Aber wir können nicht erwarten, dass unsere Spieler in schwarz-gelben Trikots herumlaufen.”

“Wir haben jetzt über 1000 Produkte im Angebot…außer Kondomen gibt es bei uns fast alles in Bayern-Farben…demnächst kommt Damenunterwäsche heraus.” (1996)

“Den Leuten ist suggeriert worden, dass bei uns jeden Tag wie in Rom die Gladiatoren einmarschieren, mit Dschingdarassabum.” (Zum Ansturm bei öffentlichem Training)

“Neuerdings kriege ich für jeden Transfer Keile. Als wenn ich mir die persönlich kaufte und daheim im Garten spielen ließe.”

“Willi Lemke wollte den Klassenkampf in die Bundesliga tragen. Ich hoffe, er lehrt die Schüler in Bremen nun, dass man durch Leistung zum Erfolg kommt und nicht durch dummes Geschwätz.”

“Meine Attacken sind zu 99,9% durchdacht. Bei einem Spiel überlege ich mir in der zweiten Halbzeit, was ich hinterher sage.”

“Ich habe keine natürlichen Feinde außerhalb des Fußballs.”

“Ich will den FC Bayern in einem Zustand hinterlassen, dass auch Nachfolger ihren Spass daran haben.”

“Das Schlaraffenland Fußball gibt es nicht mehr. Die Spieler, gerade auch beim FC Bayern, müssen jeden Morgen zwei Kerzen aufstellen, dass sie diesen Lebensstandard genießen dürfen.”

“Noch heute ist es so, dass mich manchmal auf der Straße ein Mädchen anspricht und fragt: Können Sie mir die Nummer von Mehmet Scholl geben? Oder: Helfen Sie mir auch ins Kleid? Das ist sehr lustig.” (Zum Telekom-Werbespot)

Auch der Kicker huldigt dem besten deutschen Fußballmanager aller Zeiten mit einem Auszug seiner besten Sprüche:

“Manche Bundesligaspieler müssen wieder dazu übergehen, diesen Beruf als Mann zu machen. Einige scheinen ferngesteuerte Memmen zu sein, die zu Hause nicht klar Schiff machen.” (1994 nach der WM in den USA über Stefan Effenberg, Bodo Illgner und Thomas Häßler)

“In meinem nächsten Leben werde ich Hund bei Hoeneß oder Trainer beim FC Bayern.” (1994)

“Wir können nicht Hollywood machen und am Samstag treffen wir das Tor nicht mehr.” (1996 über zweimal Geheimtraining pro Woche)

“Es geht gegen den, der morgens um halb vier Uhr früh beim Maximilians den 17.Whiskey bestellt.” (1997 zum Thema Überwachung des Privatlebens der Profis)

“Heute ist jeder ein Superstar, der viermal den Ball hochhalten kann.” (1997)

“Ich liebe einseitige Spiele für den FC Bayern.” (1997)

“Das war so, als ob sich zwei kommunistische Führer küssen und sich anschließend das Messer reinjagen.” (1997 zur Aussprache von Jürgen Klinsmann und Lothar Matthäus in New York)

“Selbst wenn ich die (Spieler) früh mit einer nackten Frau im Bett erwische, sagen die: Manager, ich weiß nicht, wie die da reinkommt. Und überhaupt, wollte ich sie gerade rausschmeißen.” (1998)

“Im Gegensatz zu Borussia Dortmund gehen wir bei einer Bank nicht in die Kreditabteilung, sondern in die Festgeldabteilung.” (1999)

“Ich kann keinen für 20 Millionen kaufen und erzählen, der brauche noch zwei Jahre Zeit.” (2001)

“Der will ja, der wollte beim FC Bayern was werden. Aber so lange ich und der Kalle Rummenigge etwas zu sagen haben, wird der nicht mal Greenkeeper im neuen Stadion.” (2002 über Lothar Matthäus)

“Einmal ‘Idiot’ oder ‘Arschloch’ sagen und es dann bedauern halte ich für besser als hintenrum zu lästern. Ich denke an die großen Streitreden mit Wehner, Strauß, Schmidt, Barzel, Brandt im Bundestag. Diese Streitkultur gibt es nicht mehr.” (2003)

“Da sitzt der Hargreaves bei der Mannschaftssitzung mit der Pudelmütze da. Da hätte der Erich Ribbeck einen Schreikrampf gekriegt.” (2003)

“Der soll hierher kommen und nicht ständig in Kalifornien herumtanzen und uns hier den Scheiß machen lassen.” (2005 über Jürgen Klinsmann)

“Schweini wurde zu viel Puderzucker in den Hintern geblasen. Den klopfe ich wieder raus.” (2007)

“Wenn der Jürgen Klinsmann Obama ist, dann bin ich Mutter Teresa.” (2009)


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