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28. Aug. 2010

So langsam aber sicher, mache ich mir doch etwas Sorgen. Sicher wird der ein oder andere den Kopf schütteln und sagen, warum macht er sich Sorgen. Ich versuche meine Gedanken um die momentane Kaderplanung mal etwas genauer zu beschreiben. Im Tor hat der FC Bayern keine Probleme, Butt, Kraft und Sattelmaier gehen in die Saison und da kann man einen Haken dran machen. In der Abwehr fangen für mich die ersten Probleme an, wenn sich der FC Bayern wirklich noch von Martin Demichelis und Edson Braafheid verabschieden sollte. Ohne die beiden Spieler würden dem FC Bayern lediglich fünf Abwehrspieler mit Daniel van Buyten, Philipp Lahm, Breno, Holger Badstuber und Diego Contento zur Verfügung stehen. Sicherlich ist Trainer Louis van Gaal ein Fan vom Kapitän der Amateure – Maximilian Haas, dennoch muss man feststellen, dass dies zu wenig sein dürfte, um eine erfolgreiche Saison zu spielen und auch zu versuchen in der Championsleague wieder in Richtung Finale zu kommen. Da muss Qualität wie sie Martin Demichelis in den letzten sechs Jahren beim FC Bayern bewiesen hat, gehalten werden. Es kann nicht sein, dass man einen Spieler wie Demichelis einfach so abgeben würde. Auch im Mittelfeld, in dem ja eigentlich ein Überangebot an guten Spielern herrscht, muss man überlegen, welche Spieler man abgibt. José Ernesto Sosa ist so gut wie beim SSC Neapel, was ja für beide Seiten nicht verkehrt ist. Andreas Ottl wird vielleicht noch wechseln, obwohl er sich ja durchsetzen möchte. Seine Chancen dürften nicht allzu hoch sein und wenn es mit dem Wechsel bis Ende August nicht klappt, dann warscheinlich im Winter. Warum der FC Bayern einem Spieler wie Anatoliy Tymoshchuk abgeben möchte, kann ich persönlich überhaupt nicht verstehen. Wenn man diesem Spieler einfach mal ein paar Spiele geben würde, wäre er mit Abstand besser als ein Mark van Bommel, der von Saison zu Saison leider immer wieder nachlässt. Auch letzte Woche zum Saisonstart musste ich im Stadion einige Male wegen van Bommel den Kopf schütteln. Fehlpässe, zu langsam im Rückwärtsgang, usw. Warum baut man einen Spieler wie Tymoshchuk nicht auf, dass er der Nachfolger von van Bommel werden könnte? Über die anderen Mittelfeldspieler muss ich warscheinlich keine Worte verlieren. Pranjic, Altintop und Alaba werden Ergänzungsspieler bleiben und den Verein auch im nächsten Sommer verlassen. Im Sturm sind Thomas Müller und Ivica Olic gesetzt. Louis van Gaal hatte ja schon vor Wochen mitgeteilt, dass der Verein eigentlich zu viele Stürmer habe, sehe ich ehrlich gesagt nicht so, da man ja wie im Artikel schon erwähnt, die Saison ähnlich erfolgreich gestalten möchte, wie die Vorsaison. Überlegt man mal, dass sich drei – vier gute Spieler verletzten. Was dann? Leider sind auch die Amateure vom Kader nicht so gut bestückt, dass man hier ohne Probleme einen verletzten Spieler ersetzen könnte. Noch sind ein paar Tage abzuwarten, bis der Transfermarkt schließt und die letzten Transfers über die Bühne gehen. Ich hoffe, nur dass wir in ein paar Wochen oder Monaten nicht fluchen, da wir ein paar Spieler zu viel abgegeben haben.


23. Jul. 2010

Ein paar Wochen vor dem Bundesligastart gegen den VfL Wolfsburg hat Trainer Louis van Gaal seine Startelf schon im Kopf. Die taktische Grundordnung von 4-4-1-1 wird dabei kaum verändert.

mögliche Startaufstellung 2010/2011:

Tor: Butt

Abwehr: Contento, Badstuber, van Buyten, Lahm (von links nach rechts)

Mittelfeld: Bastian Schweinsteiger und Mark van Bommel in der defensive

Franck Ribéry (links), Toni Kroos oder Thomas Müller in der zentralen Mittelfeldposition und Arjen Robben (rechts)

Sturm: Ivica Olic oder Thomas Müller

In der Abwehr nehmen damit Martin Demichelis und Breno erstmal Platz auf der Bank. Auch Diego Contento könnte dort noch Platz nehmen, sofern die Bayern Fabio Coentrao von Benfica Lissabon kaufen.

Im Mittelfeld werden Hamit Altintop, Danijel Pranjic, Andreas Ottl und Anatoliy Tymoshchuk nicht über die Rolle der Ergänzungsspieler raus kommen.

Auch im Sturm wird es wohl nochmal richtig spannend, denn Mario Gomez und Miroslav Klose haben einen indirekten Hinweis auf einen Vereinswechsel bekommen. Trainer van Gaal sind fünf Stürmer zu viel. Olic, Müller und auch Robben sind gesetzt!


18. Jun. 2010

Am Montag ist es auch bei den Profis soweit und der Ball rollt wieder, zumindest auf dem Trainingsplatz. Die Nationalspieler spielen noch bei der WM in Südafrika und sind anschließend auch erstmal im Urlaub, ehe sie auch wieder auf dem Trainingsplatz gesichtet werden. Mit dabei sind u.a. auch Andreas Ottl, auch wenn der 1.FC Nürnberg noch hofft, Ottl verpflichten zu können, Christian Lell, der nochmals angreifen möchte und Anatoliy Tymoshchuk, bei dem auch noch nicht feststeht, ob er wechseln wird.

Bis zum Bundesligastart sind es ja ohnehin noch zwei Monate, so dass sich hier noch einiges tun könnte.

Weitere Artikel:

Amateure starten mit der Vorbereitung


26. Jan. 2010

In der Säbenerstr. war es richtig ruhig am Montag. Einige Nationalspieler sind zum Fitnesstest nach Stuttgart gereist, Ivica Olic und Anatoliy Tymoshchuk flogen nach Lissabon zu einem Benefizspiel und Franck Ribéry musste wegen eines privaten Termins nach Marseille. 13 von 24 Spielern blieben an der Säbenerstr. für die Trainingseinheit. Für dieses Rumpfteam war das Training auch gleichzeitig ein Abschlusstraining, denn um 14 Uhr wird heute das Freundschaftsspiel gegen den FC Ingolstadt auf dem Trainingsgelände angepfiffen. Spielen sollen alle Spieler die in Bremen nicht zum Einsatz oder wenig zum Einsatz kamen.

Bericht und Bilder des Testspiels morgen bei bayernfanblock.de


9. Dez. 2009

Die Bayern haben den Achtelfinal-Einzug in der Champions League doch noch perfekt gemacht. Beim “Wunder von Turin” spielten sich die Roten in einen regelrechten Rausch und beherrschten die eigentlich favorisierten Italiener nach Belieben. Beim mit Abstand besten Spiel unter der Leitung von Trainer Louis van Gaal und einem der besten Spiele der letzten Jahre gewannen die Bayern hochverdient bei Juventus Turin vor 27.000 Zuschauern im ausverkauften Olympiastadion mit 4:1 – das Ergebnis fiel aus Turiner Sicht sogar noch schmeichelhaft aus. Die Bayern traten im Gegensatz zu den teils unterirdischen Auftritten in der bisherigen Saison wie ausgewechselt auf – Kampf, Spielwitz, Laufbereitschaft, Siegeswille – der geneigte Fan wird sich fragen, wieso das nicht immer so funktioniert?!?

Die Bayern waren von Beginn an bissig und präsent. Bereits in der 2. Spielminute schickte Bastian Schweinsteiger Mario Gomez und Ivica Olic per Steilpass auf die Reise Richtung Gianluigi Buffon im Tor von Juventus, Schiedsrichter Massimo Busacca aus der Schweiz entschied aber leider fälschlicherweise auf Abseits. In Minute 5 spielte Philipp Lahm von der rechten Seite flach in den Strafraum zu Schweinsteiger, der aus 14 Metern deutlich verzog. In der 12. Spielminute flankte Mark van Bommel aus dem Halbfeld in den Turiner Strafraum, Olic setzte sich gegen zwei Gegenspieler durch und scheiterte am Pfosten – Riesenpech. Nur eine Minute später konnte ein Schussversuch Schweinsteigers in letzter Sekunde abgeblockt werden. Wie aus dem Nichts dann die vollkommen unverdiente Führung für die Italiener (19.). Martin Demichelis verlor den Ball leichtfertig im Mittelfeld gegen Diego, Claudio Marchisio flankte punktgenau auf David Trezeguet, der Volley aus 17 Metern Hans-Jörg Butt keine Chance ließ. Die Bayern aber waren überhaupt nicht geschockt und schnürten die “alte Dame” weiter in ihrer eigenen Hälfte fest. Zunächst scheiterte Schweinsteiger per Weitschuss an Buffon (20.), dann setzte Olic einen Kopfball hauchdünn über das Tor (23.). In der 30. Minute wurde dann Olic von Martin Caceres regelwidrig  im Strafraum von den Beinen geholt – Elfmeter. Butt Butt Butt Butt Butt – drin, eiskalt links unten – 1:1. Kurz danach senkte sich erst eine Bogenlampe von Schweinsteiger auf den Kasten von Buffon, dann köpfte Gomez die nachfolgende Ecke aus 5 Metern hauchdünn über den Querbalken (32.). Juventus konnte sich gar nicht mehr befreien. Bis zur Halbzeit hatten Olic (38.), Schweinsteiger (41.) und van Buyten (45.) weitere gute Einschussmöglichkeiten. Der Pausenstand von 1:1 war aus Turiner Sicht mehr als schmeichelhaft. In der zweiten Halbzeit knöpften die Bayern direkt daran an, wo sie in Halbzeit 1 aufgehört hatten. Nachdem ein Schuss von Danijel Pranjic knapp am Pfosten vorbeistrich (51.), fiel die hochverdiente Führung eine Minute später. van Bommel flanke aus dem Halbfeld auf van Buyten, dessen Kopfball von Buffon nur in die Mitte abgeklatscht werden konnte – Olic stand goldrichtig und schob zum 2:1 ein. Trotz der Führung zogen sich die Bayern aber nicht zurück. Die nächste Großchance hatten aber die Italiener. Trezeguet zielte aber zum Glück aus 10 Metern deutlich zu hoch (66.). Kurz darauf konnte sich Gomez weltklasse gegen seinen Gegenspieler durchsetzen, sein Querpass auf Olic wurde im letzten Moment geklärt (68.). Eine einem gefährlichen Schweinsteiger-Weitschuss folgende Ecke köpfte van Buyten ans Außennetz (69.). Durch den eingewechselten Arjen Robben bekam das Bayernspiel weiteren Schwung. Nach einem Solo wurde Schweinsteigers Schuss gerade noch zur Ecke abgefälscht (82.). Diese gab Holger Badstuber punktgenau auf van Buyten herein, dessen Kopfball von Buffon direkt zu Gomez gelenkt wurde, der nur noch einschieben musste – 3:1 die Entscheidung. Der Rest des Spiels war Schaulaufen. Erst scheiterte Robben nach einem tollen Solo knapp (89.), bevor Anatoliy Tymoshchuk in der Nachspielzeit den Endstand von 4:1 herstellte. Robben hatte auf Thomas Müller gepasst, der den Ball nur noch auf den Ukrainer ablegen musste, dessen Strich aus 18 Metern im Tornetz einschlug.

Der Rest war nur noch Jubel und Feiern – eine historische Nacht für den FC Bayern.

Es spielten: Butt – Lahm, Demichelis, van Buyten, Badstuber – van Bommel, Schweinsteiger – Müller, Pranjic (72. Robben) – Gomez, Olic (79. Tymoshchuk)

Mein persönliches Fazit: Gibt es keins – das Ergebnis sagt alles aus. Eine überragende Mannschaftsleistung…

Die Abschlusstabelle der Gruppe A:

1. Girondins Bordeaux   9:2 Tore   16 Punkte

2. FC Bayern München   9:5 Tore   10 Punkte

3. Juventus Turin   4:7 Tore   8 Punkte

4. Maccabi Haifa   0:8 Tore   0 Punkte

Eine kleine Besonderheit noch am Rande. Hans-Jörg Butt erzielte in seinem 50. Champions League Spiel sein 3. Tor – alle per Elfmeter und alle gegen Juventus Turin (einmal mit Bayer 04 Leverkusen und einmal mit dem Hamburger SV).

Hoffentlich können die Bayern diese Leistung in den letzten beiden Spielen in der Bundesliga vor der Winterpause beim VfL Bochum und gegen Hertha BSC Berlin wiederholen.

Hier noch ein paar Pressestimmen zu gestern:

La Gazzetta dello Sport: „Addio Champions League. Van Gaals Bayern beherrschen Juve. Die Signora wurde im eigenen Wohnzimmer geschlagen und gedemütigt. Bayern war perfekt.”

Tuttosport: „Jetzt muss sich alles ändern, Juve! Der Club ist fragil, die großen Neuzugänge skandalös, und Ferrara hat dem Team keine Spielkultur gegeben. Juve wurde von den Bayern gedemütigt.”

Corriere dello Sport: „Vier Ohrfeigen für Juve! Ein totaler Zusammenbruch. Juve wurde überrollt und rausgeworfen. Nach Trezeguets trügerischem 1:0 spielten nur noch die Bayern.”

La Stampa: „Verheerende Alte Dame. Juve zerbröselt in Stücke. Ferrara, dafür gibt es keine Entschuldigung. Das Mindest-Resultat ist verfehlt worden. Für Ferrara eine Albtraum-Nacht mit Protesten der Tifosi und Pfiffen gegen die Stars.“

Bild: „Mia san die Bayern-Helden! Wahnsinn! Super! Sakra! Das waren endlich die echten Bayern! Jetzt können die Bayern endlich mal richtig feiern: Mir san (wieder) mir!“

Abendzeitung: „Eine magische Nacht! Die Spieler wollten gar nicht in die Kabine und tanzten vor der Fankurve. Einige sprangen sogar über die Bande, um mit den Fans zu feiern.”

tz: „Bravissimo, FC Bayern! Grandios! Fantastisch! Unglaublich! Die Bayern haben tatsächlich das Wunder geschafft. Ist es das Zeichen für die kommenden Wochen?“

Münchner Merkur: „Die Bayern schreiben eine Heldensage. Gestern umwehte die Mannschaft um Kapitän Mark van Bommel erstmals seit langem mal wieder ein Hauch des alten Mia-san-mia-Mytos.“

Süddeutsche Zeitung: „Weiter, immer weiter. Die Bayern zeigten eine Lust und eine Leidenschaft, die ihnen nach den zuletzt gezeigten Leistungen wohl kuam jemand zugetraut hatte.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Befreiungsschlag der Bayern: Der FCB hat wieder einmal bewiesen, dass man ihn nie abschreiben darf. Er hätte sich für den ersten Sieg in Turin keine bessere Gelegenheit aussuche können.”


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