51 Jahre FC Bayern – zumindest annähernd mit einer “kurzen” Unterbrechung. Franz Beckenbauer, die wahrscheinlich größte Persönlichkeit der Vereinsgeschichte, wurde auf der gestrigen Jahreshauptversammlung als Präsident von Uli Hoeneß abgelöst. Beckenbauer wurde zum Ehrenspielführer und später auch zum Ehrenpräsidenten ernannt. Auch der Kaiser hatte einige flotte Sprüche auf Lager.
Hier ein Auszug aus der Sonderedition des Bayern-Magazins der Jahreshauptversammlung 2009:
“Damals hat die halbe Nation hinter dem Fernseher gestanden.” (Über das WM-Finale 1990)
“Am Ergebnis wird sich nicht mehr viel ändern, es sei denn, es schießt einer ein Tor.”
“Ich bin immernoch am Überlegen, welche Sportart meine Mannschaft an diesem Abend ausgeübt hat. Fußball war’s mit Sicherheit nicht.” (Nach einer Bayern-Niederlage)
“Je länger ich darüber nachdenke, desto definitiver stehe ich nicht zur Verfügung.”
“Die Schweden sind keine Holländer – das hat man ganz genau gesehen.”
“Berkant Göktan ist erst siebzehn. Wenn er Glück hat, wird er nächsten Monat achtzehn.”
“Wissen Sie, wer mir am meisten Leid tat? Der Ball.” (Nach einem Auftritt der deutschen Nationalmannschaft)
“Ich finde es großartig, dass sich die Frauen immer mehr vermehren in der Bundesliga.”
“Es gab eine ganze Reihe von Spielen, die hätten nicht im Stadion stattfinden sollen, sondern auf dem Sandplatz nebenan.” (Zum Niveau der WM 1998 in Frankreich)
“Ich weiß gar nicht, ob ich die überhaupt alle kenne, die da heute spielen…” (Über den eigenen FC Bayern München, als der Mannschaft neun Stammspieler gegen FC Dynamo Kiew fehlten)
“Es wird viel geredet über den Aufbau Ost, aber wir Bayern geben wirklich was. Wer hat denn die Punkte nach Rostock und Cottbus gegeben?”
“Kaiserslautern wird mit Sicherheit nicht ins blinde Messer laufen.”
“Ich freu’ mich auf das morgige Spiel, weil die Engländer nicht verteidigen können und die Portugiesen sowieso nicht.” (Vor dem EM-Viertelfinale England-Portugal)
“Ich habe in einem Jahr 15 Monate durchgespielt.”
“Das Einzige, was sich in der ersten Hälfte bewegt hat, war der Wind.”
“Wir sollten nicht alles ins Korn schmeißen.”
“Noch einmal auf der Trainerbank sitzen zu müssen, wäre für mich die größte Strafe.” (Vor der Ablösung Otto Rehhagels durch Beckenbauer)
“Das ist Weltrkord in der Türkei.” (Über den Präsidenten von Besiktas Istanbul, der seit 14 Jahren im Amt war.”
“Ich sehe nach wie vor große Möglichkeiten, das Achtelfinale nicht zu erreichen.”
“Es gibt nur eine Möglichkeit: Sieg, Unentschieden oder Niederlage.” (Auf die Frage: Wie ist denn Ihre Prognose?)
“Der Grund war nicht die Ursache, sondern der Auslöser.”
“Der Rehhagel ist ein erstklassiger Trainer – zumindest in der zweiten Liga.”
“Erfolg ist ein scheues Reh. Der Wind muss stimmen, die Witterung, die Sterne und der Mond.”
“Die Nummer 1 ist eine gefährliche Zahl, da bist du schon sehr nahe an der Himmelstür. Das hat auch unser Hans Zeller erleben müssen.” (Über den Tod des Bayern-Mitglieds Nummer 1)
“Trag’ deine Binde nicht spazieren, tritt deinen Kollegen auch mal in den Hintern.” (Ratschlag an Bayern-Kapitän Mark van Bommel)
“Das war ein bisschen wie Obergiesing gegen Untergiesing.” (Über die Qualität eines Derbys zwischen dem FC Bayern und dem TSV 1859 München)
“Trotz 18 Punkten Vorsprung haben wir die Liga ja nicht deklassiert.” (Vor dem letzten Spieltag der Saison 2002/2003)
“Jaja, es wird schon auch gearbeitet.” (Über die Präsidialsitzungen des FC Bayern)
“Die Frauen sind hübscher und beweglicher geworden, das sieht sehr gut aus.” (Über Fortschritte bei der Frauen-Nationalmannschaft)
“Das beste an der ersten Halbzeit war, dass Mario Basler nicht erfroren ist.” (Halbzeitfazit eines Bayernspiels im Winter)
“Wir sollten es nach der altbewährten bayrischen Regel halten, die da besagt: Never change a winning team.”
“Da sieht man die Kunst der Ärzte. Zu meiner Zeit wäre eine Amputation nötig gewesen.” (Über die schnelle Genesung von Giovane Elber und Jens Jeremies vor dem Champions League-Halbfinale gegen Real Madrid)
“Ein Mann, der aus 30 Metern eine Fliege von der Torlatte schießen kann, trifft aus elf Metern das Tor nicht.” (Über den Fehlschuss von David Beckham im Elfmeterschießen der EM 2004)
“Irgendeiner muss ja in dem Land was tun, wenn alle immer nur klagen, dass der Nachwuchs fehlt.” (Zu der anstehenden Geburt seines fünften Sprösslings)
