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8. Mrz. 2010

…das Leverkusen schon wieder nicht will! Da spielen wir nach katastrophalen 90 Minuten nur 1:1 in Köln und stehen kurz vor dem Verlust der Tabellenführung, der gewinnt doch tatsächlich der Blubb aus Nürnberg gegen Vizekusen mit 3:2! Da herrschte gestern pure Freude bei uns. Nun führen wir die Tabelle weiterhin mit zwei Punkten an. Aber ehrlich gesagt, muss man wirklich feststellen, dass wir verdammt großes Glück hatten, die Tabellenführung weiter zu behalten. Was unsere Jungs in Köln gezeigt haben, war nicht wirklich prickelnd. Die erste Halbzeit war wirklich sehr schwach, obwohl sich die Bayern viele Chancen herausspielten, diese aber wie schon so oft in den letzten Wochen nicht konsequent nutzten. Ausgerechnet Lukas Podolski war es dann, der nach über 1400 Minuten ohne Torerfolg mit einem Freistoß, bei dem Jörg Butt alles andere als gut aussah, das Tor zur 1:0 Führung des FC erzielte. Die zweite Halbzeit gestalteten die Bayern etwas besser und kamen erneut zu einigen Chancen. Nach knapp einer Stunde war es dann endlich soweit, Thomas Müller spielte einen traumhaften Pass in den Rücken der Kölner Abwehr und Bastian Schweinsteiger konnte den Ball im Tor unterbringen. Anschließend drückten die Bayern auf das 2:1 und konnten durch Franck Ribéry und Bastian Schweinsteiger noch zweimal Aluminiumtreffer erzielen. Das Unentschieden war eindeutig zu wenig für die Bayern, die nun am Dienstag in Florenz antreten müssen. Leider ohne Diego Contento, der sich beim Spiel gegen den 1.FC Köln eine tiefe Fleischwunde zugezogen hatte und genäht werden musste. Nach Martin Demichelis nun der nächste Ausfall in der Abwehr. Gut, dass sich Daniel van Buyten wieder zurückgemeldet hatte.

Es spielten: Butt – Lahm, van Buyten, Badstuber, Contento (73.Alaba) – van Bommel, Schweinsteiger – Altintop (56.Ribéry), T.Müller – Olic (56.Klose), Gomez

Die Bayern Amateure haben sich weiter Luft im Abstiegskampf verschafft. Durch zwei Tore von Deniz Yilmaz gewannen die Jungs von Mehmet Scholl mit 2:1 beim Zweitligaabsteiger SV Wehen Wiesbaden. In der Tabelle stehen die Bayern Amateure nun mit 32 Punkten auf dem 11.Tabellenplatz. Spannend werden die nächsten Partien, u.a. am Dienstag im Nachholspiel gegen Carl-Zeiss Jena. Es muss weiter gepunktet werden, so dass die Bayern Amateure auch in der kommenden Spielzeit in der 3.Liga antreten können.

Es spielten: Kraft – Kopplin, M.Haas, Saba, Rohracker (46.Erb) – Schütz, D.Schwarz, Knasmüllner – Ekici – Yilmaz (90.Duhnke), Sene (88.Sikorski)


1. Mrz. 2010

Nach 57 Spieltagen !! Abstinenz hat der FC Bayern endlich wieder die Tabellenführung der Bundesliga übernommen. In einem schwachen Spitzenspiel, einen Tag nach dem 110.Geburtstag des FC Bayern, konnten die Bayern die Fans nur in der ersten Halbzeit mit schönen Aktionen und schönem Fussball begeistern. In der zweiten Halbzeit gelang es Franck Ribéry nach einem schönen Solo in der 78.Minute das Siegtor zu erzielen. Dies bedeutete auch den ersten Sieg des FC Bayern in der Bundesliga über den HSV. Der FC Bayern, hätte in der von Taktik geprägten Partie, bereits in der ersten Halbzeit das ein oder andere Tor erzielen müssen. Der FC Bayern kann mit dem 1:0 nicht zufrieden sein und muss bis zum nächsten Spiel am Samstag beim 1.FC Köln, die dem ehemaligen Spitzenreiter Bayer Leverkusen ein 0:0 Unentschieden abtrotzen konnten, noch eine gute Trainingswoche hinlegen, um die Tabellenführung zu behalten.

Es spielten: Butt – Lahm, Demichelis, Badstuber, Contento – Robben (89.Tymoshchuk), van Bommel, Schweinsteiger, Ribéry – Müller (80. Olic), Gomez (65.Klose)

Auf den Bildern ist die tolle Choreographie der Südkurve zu sehen!


18. Feb. 2010

Da rettet ein Abseitstor von Miroslav Klose den 2:1 Duselsieg des FC Bayern…wer hätte das gestern vor dem Spiel noch gedacht? Die Bayern erschreckend schwach und unsicher gegen einen clever spielenden AC Florenz. Florenz stand gut organisiert in der Defensive und konnte dem FC Bayern bis zur 45.Minute locker in die Augen schauen. Dann entschied der sehr schlechte Schiedsrichter Övrebö aus Norwegen auf Elfmeter, obwohl Mario Gomez den Ball bereits im Tor untergebracht hatte…Arjen Robben trat an und traf zum wichtigen 1:0 vor der Pause. Auch in der zweiten Halbzeit schalteten die Bayern nicht in den zweiten Gang, so dass der Ausgleich die logische Konsequenz war. Erst in der Schlussviertelstunde wachten die Bayern und auch das Publikum auf und versuchten einige Male den Ball im Tor des AC Florenz unterzubringen. Erst in der 89.Minute gelang es nach einer Flanke von Arjen Robben, die der Torhüter Frey aus Florenz noch nach vorne abprallen ließ, einer schnellen Reaktion und Vorlage von Ivica Olic – das Miroslav Klose den Ball per Kopf und in klarer Abseitsposition zum 2:1 Sieg im Tor unterbrachte. Die 66.000 Zuschauer sahen keinen großen Europapokalabend des FC Bayern. Drücken wir für das Rückspiel in Florenz die Daumen!

Es spielten: Butt, Lahm, van Buyten (46.Contento), Badstuber, Schweinsteiger, van Bommel, Robben, Ribéry, Müller (65.Olic), Gomez (65.Klose)


7. Feb. 2010

Die Profis des FC Bayern haben sich am Samstag mit einem 3:1 Sieg weiter an die Tabellenspitze der Bundesliga geschoben. Nachdem mit Bayer Leverkusen, dem FC Schalke 04 und dem HSV alle Tabellennachbarn nur Remis spielten, muss man sich an der Säbenerstr. aber etwas ärgern, dass man das Spiel in Wolfsburg etwas zu lässig spielte. Nach dem Spieltag ist man nun mit dem Pillenclub aus Leverkusen punktgleich aber zwei Tore hinter dem Spitzenreiter aus Leverkusen. Zwei lächerliche Tore fehlen dem Rekordmeister aus München nun noch, bis es endlich wieder heißt: “Tabellenführer FC Bayern München”. Am Samstag geht es in der Bundesliga gegen Dortmund weiter und man kann hoffen, dass Louis van Gaal seinen Spielern bis Samstag eintrichtert, dass die Lässigkeit und Arroganz einfach nicht angebracht ist. Gut gefallen haben aber wieder einmal Arjen Robben, Daniel van Buyten, Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger, der sich in den letzten Wochen richtig gut entwickelt hat.

Grundsätzlich kann man sich aber freuen, dass der FC Bayern Revanche für die Niederlage im April genommen hat und erneut einen Sieg einfahren konnte.

Es spielten: Butt – Lahm, Demichelis, van Buyten, Badstuber – Robben (81.Klose), van Bommel, Schweinsteiger, Müller – Gomez, Olic (46. Ribéry)

FC Bayern München Spiele 2009/2010

Für die Amateure von Mehmet Scholl verlief das Wochenende nicht so erfolgreich wie für die Profis. Die Amteure verloren mit 0:2 in Dresden. Nach zuletzt drei Siegen in Folge, war diesmal die Offensive viel zu harmlos einen weiteren Sieg einzufahren. Ärgerlich war, dass den Amateuren ein Tor von Deniz Yilmaz zum Ausgleich aberkannt wurde. So muss im Nachholspiel gegen Ingolstadt am Dienstag gepunktet werden, so dass sich die Jungs weiterhin von den Abstiegsrängen fernhalten können.

Es spielten: Kraft – Kopplin, Haas, Saba, Contento – Knasmüllner, Schwarz, Ekici, Alaba (56. Sansone) – Sene (70. Sikorski), Yilmaz


31. Jan. 2010

Der FC Bayern wandelt weiterhin in der Erfolgsspur – gegen den FSV Mainz 05 gab es am gestrigen Nachmittag ein klares 3:0, es war der siebte Bundesliga-Erfolg in Serie für die Roten. Wie allerdings schon beim 2:0-Heimsieg gegen die TSG 1899 Hoffenheim und beim 3:2-Auswärtssieg beim SV Werder Bremen wurde ein Kantersieg durch zum Teil fahrlässig vergebene Chancen verpasst – auch die Mainzer hätten sich über 6 oder 7 Gegentore nicht beschweren können.

Vor 69.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena waren die Bayern die gesamten 90 Minuten das drückend überlegene Team. In der 6. Minute hatte Ivica Olic die erste gute Möglichkeit zum 1:0, scheiterte aber mit einem Kopfball an einem (mit einer Ausnahme) wie schon im Hinspiel überragenden Heinz Müller im Mainzer Tor. Nur zwei Minuten später wurde Bastian Schweinsteiger im Strafraum gelegt, ein Pfiff des unglücklich pfeifenden Babak Rafati blieb aber aus – eine strittige Entscheidung. Zusätzlich hätte Rafati Aristide Bance kurze Zeit später nach einem brutalen Ellenbogenschlag gegen Martin Demichelis zwingend mit rot vom Platz schicken müssen (12.). Immer wieder war es in der Folge Arjen Robben, der mit unnachahmlichen Dribblings die Mainzer Abwehr schwindlig spielte. Aber entweder scheiterte Robben selber (17., 19.) oder die Abnehmer Olic (18., 22.) und Mario Gomez (19.) konnten die Gelegenheiten nicht nutzen. In Minute 30 dann die bis dato beste Bayern-Chance. Wieder war es Robben, der per Querpass Gomez in der Mitte bediente, dessen Schuss aber am Innenpfosten landete und wieder ins Feld sprang. Nur eine Minute später wurde Thomas Müller im Strafraum gelegt, diesmal entschied Rafati vollkommen zu Recht auf Elfmeter. Hans-Jörg Butt eilte nach vorne, scheiterte aber mit einem kläglichen Schuss flach im die Mitte an H. Müller. Danach waren die Bayern erstmal durch zwei Weitschüsse von Robben (34.) und Mark van Bommel (38.) gefährlich. In der 41. Minute hätte es erneut Elfmeter für die Bayern geben müssen, doch Rafati übersah ein glasklares Handspiel von Nikolce Noveski im Mainzer Strafraum. So ging es mit einem 0:0 in die Pause, ein angesichts des Spielverlauf unglaubliches Ergebnis. Die erste dicke Chance in Halbzeit zwei vergab T. Müller, dessen Schuss aus 14 Metern von Gomez per Hacke verlängert und kurz vor der Linie geklärt wurde – der Nachschuss T. Müllers wurde ebenso abgeblockt wie sein dritter Versuch, den H. Müller grandios parieren konnte (57.). In Minute 58 war es dann endlich soweit: nach einer Flanke von Robben war es einmal mehr Daniel van Buyten, der einen Kopfball aus 7 Metern zentral aufs Tor brachte, der H. Müller durch die Beine ins Mainzer Tor eierte – ein glückliches Tor. Kurz darauf wiederum Pech für die Bayern, als ein Schweinsteiger-Kopfball aus 11 Metern an der Latte landete (67.). In der 75. Minute brach erneut Robben auf der rechten Seite durch, sein Flachpass auf den vollkommen frei stehenden Gomez wurde von H. Müller zum wiederholten Male grandios abgefälscht. Nur Sekunden später kam Gomez aber zu seinem Tor. Philipp Lahm spielte sich auf der rechten Seite nach schöner Vorarbeit des eingewechselten Franck Ribéry durch, passte flach auf Gomez, der keine Probleme hatte, aus 11 Metern einzuschieben. Das Sahnestück dann in der 86. Minute, als Robben einen direkten Freistoss aus 20 Metern per Innenpfosten ins Mainzer Tor drosch – 3:0. Danach waren die Bayern weiter gefährlich, die letzten Chancen durch Robben jeweils nach Zusammenspiel mit Ribéry (88., 89.) und van Bommel (90.) blieben aber ungenutzt.

In der Tabelle bleiben die Bayern weiterhin auf Platz 2. Tabellenführer Bayer 04 Leverkusen feierte einen nie gefährdeten 3:1-Erfolg gegen den SC Freiburg und Verfolger FC Schalke 05 kam zu einem glücklichen 2:0 gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Im nächsten Bundesligaspiel müssen die Bayern am nächsten Samstag um 15.30 Uhr bei Meister VfL Wolfsburg antreten – kann die Form der letzten Wochen konserviert werden, sind auch in Wolfsburg drei Punkte ohne Wenn und Aber drin.

Es spielten: Butt – Lahm, Demichelis, van Buyten, Badstuber – Robben, van Bommel, Schweinsteiger, Müller – Gomez (76. Klose), Olic (58. Ribéry)

Mein Fazit: an den Traumfussball kann man sich gewöhnen – nur das mit der miserablen Chancenverwertung muss deutlich besser werden…


25. Jan. 2010

Es bleibt weiterhin spannend an der Tabellenspitze der Bundesliga. Die Profis des FC Bayern konnten am Samstag, nach der FC Schalke 05 nur Unentschieden bei unseren Freunden aus Bochum spielte, erneut für einen Tag von der Sonnenseite der Tabelle schauen. Leverkusen gewann gestern dann leider noch in Hoffenheim, so dass der erste Tabellenplatz nochmals nach Leverkusen ausgeliehen werden musste. In einer guten und temporeichen Partie im umgebauten Weserstadion hätte der FC Bayern allerdings deutlich am Torverhältnis arbeiten können. So sprach manch ein Fan gar von hohen Ergebnissen wie 8:2 und 9:2, hätte man alle Chancen genutzt. Los ging es bereits nach wenigen Minuten, als Arjen Robben leider nur den Pfosten traf. Robbens Schuss war bereits der zehnte Aluminumtreffer in dieser Saison für den FC Bayern. Ein paar Minuten später verpasste Ivica Olic mit einem Lupfer die frühe Führung. Die Bremer erzielten daraufhin aus dem Nichts ein Tor, dass von Thomas Müller in der 25.Minute ausgeglichen wurde. Ivica Olic war es dann ganze zehn Minute später und der FC Bayern führte im Weserstadion. Beide Male muss man Mario Gomez ein Lob aussprechen, denn beim ersten Tor hatte Mario Gomez den Ball für Thomas Müller durchgelassen und beim zweiten Tor den Ball so berührt, dass Olic auf alle Fälle nur einnetzen musste. Die Bremer nutzten in der zweiten Halbzeit nun eine ihre wenigen Chancen zum Ausgleich, ehe Arjen Robben mit einem perfekten Freistoß der Siegtreffer für die Bayern gelang. Der achte Sieg in Folge war damit perfekt!

Es spielten: Butt (46.Rensing), Lahm, van Buyten, Demichelis, Badstuber, Robben (81.Klose), van Bommel, Schweinsteiger, Müller, Gomez, Olic (68.Ribéry)


17. Jan. 2010

Der FC Bayern hat einen idealen Start in die Rückrunde der Bundesliga hingelegt. Der Rekordmeister besiegte die TSG 1899 Hoffenheim Freitag Abend im ersten Pflichspiel des Jahres 2010 mit 2:0. Nach einer insgesamt eher mäßigen ersten Halbzeit verdienten sich die Bayern den Sieg vor 69.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena durch starke zweite 45 Minuten.

Den ersten Torschuss der Partie gab der Gast aus Hoffenheim ab, doch Franco Zuculini fand seinen Meister in Hans-Jörg Butt im Tor der Bayern (3.). Auf der Gegenseite bediente Mario Gomez per Querpass Arjen Robben, der den Ball allerdings in aussichtsreicher Position nicht kontrollieren konnte (10.). Kurze Zeit später wurde ein Fernschuss Robbens gerade noch zur Ecke abgefälscht (16.). In Minute 28 konnte erst Butt gegen Vedad Ibisevic parieren, bevor Bastian Schweinsteigers Schuss aus 25 Metern von einem starken Timo Hildebrandt im Hoffenheimer Tor entschärft wurde. Der erste Jubel im Stadion brandete dann in Minute 36 auf. Schweinsteiger kam nach einer verunglückten Ecke ein zweites mal an den Ball, seine Flanke wurde von Josip Simunic direkt auf Martin Demichelis verlängert, der im Fallen aus 5 Metern zum 1:0 traf. Die letzte Chance der ersten Halbzeit war wieder den Bayern vorbehalten, doch Holger Badstuber zielte per Freistoß vom rechten Strafraumeck doch deutlich daneben. In der zweiten Halbzeit war es zunächst immer wieder Gomez, der für Gefahr sorgte. In Minute 59 wurde er mustergültig von Robben bedient, doch leider versprang ihm der Ball völlig freistehend vor Hildebrandt – es hätte das 2:0 sein müssen. Nur zwei Minuten später war es erneut Gomez, der nach einer butterweichen Flanke von Robben mit einem Kopfball aus 3 Metern an Hildebradt scheiterte. Wiederum nur zwei Minuten später behinderten sich Robben und Schweinsteiger 10 Meter vor dem Hoffenheimer Tor gegenseitig und vergaben dadurch den nächsten Hochkaräter. Danach scheiterte erst Ivica Olic aus spitzem Winkel (62.), bevor Thomas Müller Schuss aus 16 Metern brilliant von Hildebrandt zur Ecke geklärt wurde (68.). Nur eine Minute später konnte Hildebrandt erneut einen Schuss von Robben aus 14 Metern entschärfen. Die beste und einzige Möglichkeit der Gäste vergab Demba Ba in der 72. Minute. Ein Freistoss von Sejad Salihovic segelte durch den Münchner Strafraum, Ba verpasste den Ball um Haaresbreite und Butt klärte zur Ecke – Riesenglück für die Bayern. Pech dann für die Bayern, als der etwas unglücklich agierende Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer zunächst Simunic trotz Notbremse gegen Mark van Bommel nur mit der gelben Karte bestrafte (81.) und kurz darauf ein Handspiel von Simunic im Strafraum nicht mit Elfmeter und der gelb-roten Karte ahndete. In Minute 84 war es wieder einmal Gomez, der nach tollem Flankenlauf von Robben einen Schuss aus der Drehung knapp neben den Pfosten setzte. Die Entscheidung dann endlich in der 86. Minute. Robben war erneut auf rechts durchgebrochen, passte an die Strafraumkante zu van Bommel, dessen verunglückter Schuss vom eingewechselten Miroslav Klose über die Linie gedrückt wurde – das erste Saisontor des Nationalspielers gleichbedeutend mit dem 2:0 für die Bayern. Erneutes Pech dann nochmal für Gomez in der Nachspielzeit. Nach einem schönen Pass von Klose tanzte er Simunic 16 Meter vor dem Tor aus, schob den Ball aber an den rechten Pfosten – der Nachschuss vom eingewechselten Danijel Pranjic landete am Aussennetz. Somit blieb es beim aufgrund der zweiten Halbzeit hochverdienten 2:0.

Die Bayern rangieren in der Tabelle weiterhin auf Platz 3. Tabellenführer Bayer 04 Leverkusen schlug den FSV Mainz 05 mit 4:2, der Tabellenzweite FC Schalke 05 ging gegen den 1. FC Nürnberg mit 1:0 als Sieger vom Platz.

Am nächsten Samstag treten die Bayern im Spitzenspiel beim SV Werder Bremen an, der an diesem Spieltag mit 0:1 bei Eintracht Frankfurt verlor. Das Spiel wird um 15.30 Uhr im Bremer Weserstadion angepfiffen. Mit von der Partie wird dann auch endlich mal wieder Franck Ribéry sein.

Für die Bayern spielten gegen Hoffenheim: Butt – Lahm, Demichelis, van Buyten, Badstuber – van Bommel (90. Tymoshchuk), Schweinsteiger – Robben, Müller (77. Pranjic) – Gomez, Olic (63. Klose)

Mein Fazit: Starker Rückrundenauftakt – würde Louis van Gaal nun endlich den erneut schwachen und überforderten van Bommel durch Tymoshchuk ersetzen, wäre das ein weiterer Schritt in die richtige Richtung!


20. Dez. 2009

Der FC Bayern hat seinen Zuschauern in seinem letzten Spiel im Kalenderjahr 2009 ein Schützenfest geboten – mit 5:2 schoss der Rekordmeister den Tabellenletzten Hertha BSC Berlin zurück in die Hauptstadt. Die Bayern waren ihrem Gegner aus Berlin über 90 Minuten in allen Belangen haushoch überlegen und hätten bei konsequenterer Spielführung und besserer Chancenverwertung auch deutlich höher gewinnen können. Vor 69.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena hatte Mario Gomez nach Flanke von Philipp Lahm in der 9. Minute die erste gute Chance, sein Kopfball verfehlte das Tor aber knapp. 3 Minuten später war es wieder Gomez, der nach einem schönen Pass von Arjen Robben seinen Gegenspieler in Leere rutschen ließ, aber am überragend mit dem Fuß parierenden Jaroslav Drobny im Berliner Tor scheiterte. Das 1:0 fiel dann in Minute 16: nach einer Ecke von Holger Badstuber kam Daniel van Buyten am kurzen Pfosten frei zum Kopfball und ließ Drobny keine Chance. Rund 15 Minuten später flankte Lahm von der rechten Seite halbhoch in den Strafraum zu Gomez, der Drobny per Beinschuss bezwingen konnte – 2:0, allerdings stand Gomez knapp im Abseits (31.). Die Entscheidung fiel nur 2 Minuten später. Gomez hatte sich ganz stark auf der rechten Angriffsseite an seinem Gegenspieler vorbeigetankt, seinen Flachpass in die Mitte konnte Drobny nur vor die Füße von Robben abklatschen, der dann kein Problem hatte, den Ball aus 7 Metern einzunetzen – 3:0 (33.). Die erste Großchance der Hertha vergab Maximilian Nicu. Martin Demichelis hatte an der Torauslinie den Ball fahrlässig gegen Raffael verloren, doch Nicu verstolperte nach Pass von Raffael 10 Meter freistehend vor Hans-Jörg Butt den Ball. In Minute 41 dann noch einmal Raunen in der Allianz Arena: nach einem tollen Flankenlauf von Robben brachte Ivica Olic den Ball per Hacke Richtung Tor, doch Drobny stand goldrichtig und konnte in höchster Not parieren. Die Bayern begannen auch in Halbzeit 2 wie die Feuerwehr. Olic schickte Gomez steil, der sich dann aber den Ball zu weit vorlegte, wodurch Drobny letztendlich die Großchance vereiteln konnte (49.). 3 Minuten später setzte Danijel Pranjic einen Schuss von der Strafraumgrenze knapp am recht Pfosten vorbei. Glück dann in Minute 57, als Butt einen Schuss von Raffael in die Mitte abklatschen ließ und der Nachschuss von Lukasz Piszczek am Außenpfosten landete. Jubeln durften die Zuschauer dann wieder in Minute 60, nachdem Robben den Ball toll zu Thomas Müller durchgesteckt hatte und der Youngster mühelos vollstrecken konnte – 4:0. Nur zwei Minuten später eine Kopie des 1:0. Badstubers Ecke köpfte van Buyten am kurzen Eck ins Tor – Schiedsrichter Marco Fritz gab das Tor wegen eines angeblichen Foulspiels fernab vom Ball nicht. Wieso er gepfiffen hat, wird wohl der Schiedsrichter nur selber wissen. Bastian Schweinsteiger knallte kurz darauf einen Freistoß aus 25 Metern ans Lattenkreuz (64.). Wiederum nur zwei Minuten später parierte Drobny erneut weltklasse aus der Nahdistanz gegen Gomez, der nach Lahm-Pass in den Ball gesprintet war. Den ersten Berliner Treffer gab es in der 71. Spielminute. Erneut war es Demichelis, der erst stümperhaft am Strafraumeck den Ball gegen Adrian Ramos verlor und dann noch zu allem Überfluss den Kullerschoss des Herthaners, der neben das Tor gegangen wäre, ins eigene Tor lenkte. Das letzte Tor des FC Bayern 2009 war Olic vorbehalten. Gomez steckte schön in die Gasse zu Olic durch, der Drobny verladen konnte und links unten einschob – 5:1. Der Rest war Aus- und Schaulaufen. Einen kleinen Schönheitsfleck gab es noch in der 90. Minute, als van Buyten nach Flanke von Arne Friedrich im Zentrum schlief und Raffael unbehindert zum 5:2-Endstand einköpfen konnte.

Der FC Bayern überwintert in der Bundesliga mit 33 Punkten hinter Bayer 04 Leverkusen (35) und dem FC Schalke 05 (34) auf Platz drei. Die deutlichen Leistungssteigerung zum Ende der Hinrunde und die anstehenden (dauerhaften) Comebacks von Robben und vorallem auch Franck Ribéry lassen aber auf einen rosigen Saisonverlauf hoffen.

Es spielten: Butt – Lahm, Demichelis, van Buyten, Badstuber (73. Braafheid) – Schweinsteiger, Pranjic – Robben, Müller (63. Altintop) – Gomez, Olic (80. Klose)

Mein persönliches Fazit: Die letzten Spiele lassen eigentlich kein Spielraum für meckern, auch das 5:2 gegen die Hertha war eine starke Partie. Negativ aufgefallen ist mir nur wieder Martin Demichelis. In den letzten 4 Spielen hat er 3 von 4 Gegentoren (mit-)verschuldet – und das ganze nur wegen seiner lässigen Art und Weise. Das geht so einfach nicht, ich hätte ihn auch gegen Berlin schon zur Halbzeit gegen Breno ausgetauscht. Edson Braafheid hat bei seinen 17 Minuten Einsatz eindrucksvoll gezeigt, warum er für den FC Bayern im besten Fall Ergänzung ist. Die Wechsel gestern habe ich auch nicht nachvollziehen können. Louis van Gaal hat das einerseits schon gut gemacht, auch mal Bankdrücker ranzulassen, andererseits hätte man den einen vielleicht früher und den anderen gar nicht einwechseln sollen. Wieso ein Anatoliy Tymoshchuk von van Gaal vollkommen rasiert wurde, verstehe ich auch nicht. Dass ihm mittlerweile der allenfalls durchschnittliche Pranjic im zentralen defensiven Mittelfeld vorgezogen wird, ist fast schon Hohn. Eins muss man aber ganz klar festhalten: Bei allem Unverständnis geben die Spielweise und die Ergebnisse der letzten Wochen van Gaal in seinen Entscheidungen vollkommen recht…


13. Dez. 2009

Der FC Bayern kommt allmählich ins Rollen. Nach zuletzt vier Pflichtspielsiegen in Folge konnte der Rekordmeister auch sein Auswärtsspiel am 16. Spieltag in der Bundesliga beim VfL Bochum souverän gewinnen – 5:1 hieß es am Ende gegen vollkommen hilflose Bochumer. Vor knapp 31.000 Zuschauern im ausverkauften Rewirpower-Stadion waren die Bayern die komplette Spielzeit Herr der Lage und ließen dem VfL nicht den Hauch einer Chance – bei konsequentem Zuendespielen der zahlreichen Torchancen wäre durchaus ein höheres Resultat möglich gewesen. Den Bayern war von Anfang an anzumerken, dass sie keinen Zweifel aufkommen lassen wollten, wer den Platz als Sieger verlassen würde. Die ersten Chancen waren allesamt Weitschüsse – doch Bastian Schweinsetiger (8.), Danijel Pranjic (9.) und auch Mario Gomez (14.) scheiterten entweder am starken Bochumer Torhüter Philipp Heerwagen oder zielten knapp daneben. Folgerichtig fiel in der 23. Minute das erste Tor für die Mannen von Trainer Louis van Gaal. Thomas Müller erkämpfte sich in Strafraumnähe den Ball, passte auf den linken Flügel zu Ivica Olic, dessen scharfe Hereingabe von Mario Gomez schön verwertet wurde. Nur 3 Minuten später hätte Gomez fast wieder zugeschlagen, doch leider klaute ihm Olic 11 Meter vor dem Tor den Ball und wurde abgeblockt. Die nächste Chance vergab Holger Badstuber (32.), dessen starker Freistoß von der Mauer knapp zur Ecke ebgelenkt wurde. In Minute 33 dann schon die Vorentscheidung. Gomez kämpfte sich am linken Flügel durch, zog den Ball von der Auslinie stark nach innen, wo Mergim Mavraj vor dem einschussbereiten Olic klären wollte, sein Versuch aber im eigenen Tor landete – 2:0. Nachdem ein Gomez-Kopfball knapp über den Querbalken segelte (38.), fiel das 3:0 bereits in Minute 43. Philipp Lahm spazierte durch das Bochumer Mittelfeld, spielte steil auf Schweinsteiger, der frei vor Heerwagen quer auf Olic legte. Dieser hatte aus 5 Metern keine Mühe, den Ball zu verwerten – ein Weltklasse-Spielzug. Damit endete die erste Halbzeit, in der die Bayern über 70% Ballbesitz für sich verzeichnen konnten. Auch in der zweiten Halbzeit gaben die Bayern Vollgas. Heerwagen kratzte einen Olic-Schuss aus dem Winkel (47.), Martin Demichelis verpasste das Tor nach Badstube-Ecke nur knapp (48.). In Minute 50 war es wiederum Olic, der zum 4:0 einnetzte. Nach einem Fehler in der Bochumer Deckung zirkelte Badstuber eine Flanke punktgenau auf Olic’ Kopf, der aus 8 Metern Herwaagen keine Chance ließ. Es dauerte keine 6 Minuten, bis das 5:0 fiel. Lahm dribbelte sich stark in den Bochumer Strafraum, sein Schussversuch wurde geblockt und landete bei Pranjic, der den Ball aus 14 Metern unter die Latte nagelte. In der Folgezeit zeigten die Bayern Gnade und schalteten mehrere Gänge zurück. Gute Chancen gab es trotzdem zu Hauf, die aber allesamt teils fahrlässig vergeben wurden. So scheiterten Gomez (69.) und der eingewechselte Arjen Robben (71., 72.) knapp an Heerwagen. In Minute 76 sogar der Ehrentreffer für den VfL. Christian Fuchs zog einen Freistoß aus spitzem Winkel von rechts direkt aufs Tor, Hans-Jörg Butt sah nicht gut aus – 1:5. Mark van Bommel verabschiedete sich kurze Zeit später wegen seiner fünften gelben Karte vorzeitig in die Winterpause (77.). Danach klärte Butt nochmal weltklasse gegen Vahid Hashemian (83.), bevor Robben (86.) und der ebenfalls eingewechselte Anatoliy Tymoshchuk (88.) die letzten guten Chancen der Bayern vergaben.

Statistiken zum Spiel VfL Bochum : FC Bayern München

Torschüsse 7:21 – Flanken 13:23 – Ecken 2:9 – Zweikämpfe 44% : 56% – Ballbesitz 33% : 67% – Fouls 12:11 – Abseits 2:1

Es spielten: Butt – Lahm, Demichelis, van Buyten (64. Breno), Badstuber – van Bommel – Schweinsteiger (57. Robben), Pranjic – Müller (84. Tymoshchuk), Gomez, Olic

In der Tabelle konnten die Bayern weiter Boden gut machen. Tabellenführer Bayer 04 Leverkusen kam beim abgeschlagenen Tabellenletzten Hertha BSC Berlin nicht über ein 2:2 hinaus, während das Verfolgerduell SV Werder Bremen – FC Schalke 05 0:2 endete. Der Hamburger SV gewann dagegen souverän beim 1. FC Nürnberg 4:0. Leverkusen führt weiterhin mit 32 Punkten vor Schlake (31), dem FC Bayern (30), Bremen und Hamburg (je 28). Am letzten Spieltag der Hinrunde treten die Bayern kommenden Samstag um 15.30 Uhr in der Allianz Arena gegen Hertha BSC Berlin an – ein Sieg ist Pflicht!!

Mein persönliches Fazit: Gibts wieder keins, 5:1 sagt alles aus – nur vielleicht soviel: Wieder eine ganz starke Mannschaftsleistung, einzig Martin Demichelis fällt wegen seiner (Fahr-)Lässigkeit wiederum deutlich zum Rest ab…


9. Dez. 2009

Die Bayern haben den Achtelfinal-Einzug in der Champions League doch noch perfekt gemacht. Beim “Wunder von Turin” spielten sich die Roten in einen regelrechten Rausch und beherrschten die eigentlich favorisierten Italiener nach Belieben. Beim mit Abstand besten Spiel unter der Leitung von Trainer Louis van Gaal und einem der besten Spiele der letzten Jahre gewannen die Bayern hochverdient bei Juventus Turin vor 27.000 Zuschauern im ausverkauften Olympiastadion mit 4:1 – das Ergebnis fiel aus Turiner Sicht sogar noch schmeichelhaft aus. Die Bayern traten im Gegensatz zu den teils unterirdischen Auftritten in der bisherigen Saison wie ausgewechselt auf – Kampf, Spielwitz, Laufbereitschaft, Siegeswille – der geneigte Fan wird sich fragen, wieso das nicht immer so funktioniert?!?

Die Bayern waren von Beginn an bissig und präsent. Bereits in der 2. Spielminute schickte Bastian Schweinsteiger Mario Gomez und Ivica Olic per Steilpass auf die Reise Richtung Gianluigi Buffon im Tor von Juventus, Schiedsrichter Massimo Busacca aus der Schweiz entschied aber leider fälschlicherweise auf Abseits. In Minute 5 spielte Philipp Lahm von der rechten Seite flach in den Strafraum zu Schweinsteiger, der aus 14 Metern deutlich verzog. In der 12. Spielminute flankte Mark van Bommel aus dem Halbfeld in den Turiner Strafraum, Olic setzte sich gegen zwei Gegenspieler durch und scheiterte am Pfosten – Riesenpech. Nur eine Minute später konnte ein Schussversuch Schweinsteigers in letzter Sekunde abgeblockt werden. Wie aus dem Nichts dann die vollkommen unverdiente Führung für die Italiener (19.). Martin Demichelis verlor den Ball leichtfertig im Mittelfeld gegen Diego, Claudio Marchisio flankte punktgenau auf David Trezeguet, der Volley aus 17 Metern Hans-Jörg Butt keine Chance ließ. Die Bayern aber waren überhaupt nicht geschockt und schnürten die “alte Dame” weiter in ihrer eigenen Hälfte fest. Zunächst scheiterte Schweinsteiger per Weitschuss an Buffon (20.), dann setzte Olic einen Kopfball hauchdünn über das Tor (23.). In der 30. Minute wurde dann Olic von Martin Caceres regelwidrig  im Strafraum von den Beinen geholt – Elfmeter. Butt Butt Butt Butt Butt – drin, eiskalt links unten – 1:1. Kurz danach senkte sich erst eine Bogenlampe von Schweinsteiger auf den Kasten von Buffon, dann köpfte Gomez die nachfolgende Ecke aus 5 Metern hauchdünn über den Querbalken (32.). Juventus konnte sich gar nicht mehr befreien. Bis zur Halbzeit hatten Olic (38.), Schweinsteiger (41.) und van Buyten (45.) weitere gute Einschussmöglichkeiten. Der Pausenstand von 1:1 war aus Turiner Sicht mehr als schmeichelhaft. In der zweiten Halbzeit knöpften die Bayern direkt daran an, wo sie in Halbzeit 1 aufgehört hatten. Nachdem ein Schuss von Danijel Pranjic knapp am Pfosten vorbeistrich (51.), fiel die hochverdiente Führung eine Minute später. van Bommel flanke aus dem Halbfeld auf van Buyten, dessen Kopfball von Buffon nur in die Mitte abgeklatscht werden konnte – Olic stand goldrichtig und schob zum 2:1 ein. Trotz der Führung zogen sich die Bayern aber nicht zurück. Die nächste Großchance hatten aber die Italiener. Trezeguet zielte aber zum Glück aus 10 Metern deutlich zu hoch (66.). Kurz darauf konnte sich Gomez weltklasse gegen seinen Gegenspieler durchsetzen, sein Querpass auf Olic wurde im letzten Moment geklärt (68.). Eine einem gefährlichen Schweinsteiger-Weitschuss folgende Ecke köpfte van Buyten ans Außennetz (69.). Durch den eingewechselten Arjen Robben bekam das Bayernspiel weiteren Schwung. Nach einem Solo wurde Schweinsteigers Schuss gerade noch zur Ecke abgefälscht (82.). Diese gab Holger Badstuber punktgenau auf van Buyten herein, dessen Kopfball von Buffon direkt zu Gomez gelenkt wurde, der nur noch einschieben musste – 3:1 die Entscheidung. Der Rest des Spiels war Schaulaufen. Erst scheiterte Robben nach einem tollen Solo knapp (89.), bevor Anatoliy Tymoshchuk in der Nachspielzeit den Endstand von 4:1 herstellte. Robben hatte auf Thomas Müller gepasst, der den Ball nur noch auf den Ukrainer ablegen musste, dessen Strich aus 18 Metern im Tornetz einschlug.

Der Rest war nur noch Jubel und Feiern – eine historische Nacht für den FC Bayern.

Es spielten: Butt – Lahm, Demichelis, van Buyten, Badstuber – van Bommel, Schweinsteiger – Müller, Pranjic (72. Robben) – Gomez, Olic (79. Tymoshchuk)

Mein persönliches Fazit: Gibt es keins – das Ergebnis sagt alles aus. Eine überragende Mannschaftsleistung…

Die Abschlusstabelle der Gruppe A:

1. Girondins Bordeaux   9:2 Tore   16 Punkte

2. FC Bayern München   9:5 Tore   10 Punkte

3. Juventus Turin   4:7 Tore   8 Punkte

4. Maccabi Haifa   0:8 Tore   0 Punkte

Eine kleine Besonderheit noch am Rande. Hans-Jörg Butt erzielte in seinem 50. Champions League Spiel sein 3. Tor – alle per Elfmeter und alle gegen Juventus Turin (einmal mit Bayer 04 Leverkusen und einmal mit dem Hamburger SV).

Hoffentlich können die Bayern diese Leistung in den letzten beiden Spielen in der Bundesliga vor der Winterpause beim VfL Bochum und gegen Hertha BSC Berlin wiederholen.

Hier noch ein paar Pressestimmen zu gestern:

La Gazzetta dello Sport: „Addio Champions League. Van Gaals Bayern beherrschen Juve. Die Signora wurde im eigenen Wohnzimmer geschlagen und gedemütigt. Bayern war perfekt.”

Tuttosport: „Jetzt muss sich alles ändern, Juve! Der Club ist fragil, die großen Neuzugänge skandalös, und Ferrara hat dem Team keine Spielkultur gegeben. Juve wurde von den Bayern gedemütigt.”

Corriere dello Sport: „Vier Ohrfeigen für Juve! Ein totaler Zusammenbruch. Juve wurde überrollt und rausgeworfen. Nach Trezeguets trügerischem 1:0 spielten nur noch die Bayern.”

La Stampa: „Verheerende Alte Dame. Juve zerbröselt in Stücke. Ferrara, dafür gibt es keine Entschuldigung. Das Mindest-Resultat ist verfehlt worden. Für Ferrara eine Albtraum-Nacht mit Protesten der Tifosi und Pfiffen gegen die Stars.“

Bild: „Mia san die Bayern-Helden! Wahnsinn! Super! Sakra! Das waren endlich die echten Bayern! Jetzt können die Bayern endlich mal richtig feiern: Mir san (wieder) mir!“

Abendzeitung: „Eine magische Nacht! Die Spieler wollten gar nicht in die Kabine und tanzten vor der Fankurve. Einige sprangen sogar über die Bande, um mit den Fans zu feiern.”

tz: „Bravissimo, FC Bayern! Grandios! Fantastisch! Unglaublich! Die Bayern haben tatsächlich das Wunder geschafft. Ist es das Zeichen für die kommenden Wochen?“

Münchner Merkur: „Die Bayern schreiben eine Heldensage. Gestern umwehte die Mannschaft um Kapitän Mark van Bommel erstmals seit langem mal wieder ein Hauch des alten Mia-san-mia-Mytos.“

Süddeutsche Zeitung: „Weiter, immer weiter. Die Bayern zeigten eine Lust und eine Leidenschaft, die ihnen nach den zuletzt gezeigten Leistungen wohl kuam jemand zugetraut hatte.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Befreiungsschlag der Bayern: Der FCB hat wieder einmal bewiesen, dass man ihn nie abschreiben darf. Er hätte sich für den ersten Sieg in Turin keine bessere Gelegenheit aussuche können.”

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