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	<title>bayernfanblock - Vereinsliebe ist mehr als Jubeln im Erfolg! &#187; Erinnerungen</title>
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	<description>Alles rund um den FC Bayern München</description>
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		<title>Erinnerungen an Conny Heidkamp Teil 2</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Apr 2010 23:19:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erinnerungen]]></category>
		<category><![CDATA[Conny Heidkamp]]></category>
		<category><![CDATA[FC Bayern]]></category>

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		<description><![CDATA[Olk, Beckenbauer, Breitner, Rummenigge, Augenthaler, Aumann, Matthäus, Helmer, Effenberg, Kahn, van Bommel &#8211; sie haben alle eines gemeinsam: Sie waren Kapitäne mindestens einer Meistermannschaft des FC Bayern. Doch lange vor Einführung der Bundesliga hat es noch einen gegeben: Conny Heidkamp, der Spielführer der Meistermannschaft von 1932. Ein großer Fussballer, Nationalspieler, Idol seiner Zeit, der 1928 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Olk, Beckenbauer, Breitner, Rummenigge, Augenthaler, Aumann, Matthäus, Helmer, Effenberg, Kahn, van Bommel &#8211; sie haben alle eines gemeinsam: Sie waren Kapitäne mindestens einer Meistermannschaft des FC Bayern. Doch lange vor Einführung der Bundesliga hat es noch einen gegeben: Conny Heidkamp, der Spielführer der Meistermannschaft von 1932. Ein großer Fussballer, Nationalspieler, Idol seiner Zeit, der 1928 also vor 82 Jahren, zum FC Bayern kam. Fast zehn Jahre hat der aus Düsseldorf stammende &#8220;Grenadier vom Rhein&#8221; beim FC Bayern gespielt, 1994 ist das langjährige Ehrenmitglied gestorben. Anhand von Aufzeichnungen seiner Frau Magdalena, erinnern wir an unseren ersten Meisterkapitän Conny Heidkamp. &#8220;Es war im Jahr 1999. Ich saß in meinem Zimmer vor dem Fernsehapparat und sah wie der FC Bayern siegte. Die Bayern, sie standen wieder an der Spitze, und es schien ziemlich sicher, dass sie nicht mehr eingeholt werden konnten. Zu meinem Leidwesen konnte ich das Spiel nur noch hören, da ich in den letzten Jahren mein Augenlicht verloren hatte. Das war auch der Grund, warum ich nach dem Ableben meines geliebten Gatten meine große Schwabinger Wohnung aufgegeben hatte und mit nur wenigen Möbeln in ein Seniorenheim am Rande Harlachings gezogen bin. Dort fand ich mich besser zurecht und hatte die nötige Hilfe.&#8221;</p>
<p>&#8220;Als ich eines Tages voller Freude über den Sieg der Bayern beim Frühstückstisch herausplatze &#8220;Bayern hat schon wieder gewonnen&#8221;, herrschte eisiges Schweigen. Dann die alte Leier, die man zu hören bekam, wenn man vom Fussball sprach: &#8220;Die Burschen verdienen doch viel zu viel.&#8221; Das hätte ich noch geschluckt, aber als Worte wie &#8220;diese Analphabeten&#8221; fielen, legte ich meinen Löffel hin, stand auf und verließ den Raum. In Zukunft bestellte ich das Essen auf mein Zimmer.&#8221;</p>
<p>Nun wurde es aber doch ein wenig einsam um mich. Da ich wegen meines Augenleidens nicht mehr lesen konnte, wusste ich aber nichts mehr mit mir anzufangen. Und so kam ich auf die Idee, ein paar Episoden aus dem Leben mit meinem Mann, mit allen seinen Höhen und Tiefen auf Band zu sprechen, mein Leben mit dem Fussballer Conny Heidkamp zu erzählen. Vielleicht war ja etwas dabei, das nicht in den Archiven des FC Bayern steht und des Erzählens wert ist.</p>
<p>Zum ersten Mal sah ich den Conny aus der Ferne, als er in einer Kutsche, die Meisterschaftstrophäe Viktoria im Arm haltend, neben seinem Trainer Dombi an mir vorbeifuhr. Ich hatte mich von der allgemeinen Begeisterung anstecken lassen, aber eigentlich dachte ich darüber nach, ob mein Bruder, der neben mir stand, wohl sein Versprechen einlösen würde, mit mir anschließend ins Kino zu gehen. Mein älterer Bruder war mein ein und alles und er nahm mich überall hin mit. So kam es auch, dass ich mir ihm zuliebe den triumphalen Einzug der Bayern durch die abgesperrten Strassen Münchens ansah. Der Kinobesuch war als Belohnung gedacht.</p>
<p>Zur zweiten Begegnung mit Conny Heidkamp kam es in der Firma &#8220;Loden-Frey&#8221;. Es war zur Zeit der größten Arbeitslosigkeit und ich war heilfroh, bei dieser Firma Anfang der 30er Jahre in der Handschuh-Abteilung als Verkäuferin arbeiten zu können. Kurz nach meiner Einstellung las in der Zeitung, dass jeder, der von Conny Heidkamp, dem Kapitän der deutschen Meisterelf von 1932 bedient werden oder ein Autogramm haben wollte, diese Woche zu Loden-Frey in die Sportabteilung kommen solle. Er kam, gab Autogramme, doch meistens sah er in meine Richtung.</p>
<p>Wie es das Schicksal wollte, wohnte er in meiner Nähe und wir hatten den gleichen Weg. Wir waren nur durch eine Brücke über die Isar getrennt, die Ludwigsbrücke. Er wohnte an einem, ich am anderen Ende. Wenn er aus seinem Fenster sah, konnte er mich um acht Uhr morgens schon kommen sehen, und trat  &#8211; welch ein Zufall &#8211; zur gleichen Zeit aus der Tür, als ich sein Haus erreichte. Wir gingen gemeinsam zur Straßenbahn. Und so fing es an.</p>
<p>Am Frühlingsanfang im Jahr 1934 heirateten wir, und  &#8211; um es vorwegzunehmen: 60 Jahre später trugen wir ihn zu Grabe. In all den Jahren dazwischen lagen glückliche und schlimme Tage &#8211; aber immer auch die Tage des FC Bayern. Da in dieser Zeit größere Wohnungen leer standen und man sie leichter bekam, nahmen wir eine viereinhalb Zimmer Wohnung und meine Eltern zogen zu uns. Wir haben das nie bereut. Meine Mutter war eine erstklassige Köchin und zauberte selbst in der größten Hungersnot essbare und schmackhafte Gerichte, wobei sie die besten Bissen heimlich meinem Mann zusteckte und er sie dafür verehrte. Mein Vater war ein Alleskönner, reparierte alles in unserem Haushalt, was später &#8211; im Krieg &#8211; nach den Bombenangriffen ein wahrer Segen war. Man liebte sich, hielt zusammen, die später so hochgespielten Generationsprobleme waren noch nicht bekannt.</p>
<p>In unserer Hochzeitsnacht lag ich seinen Armen und war sehr glücklich. Es war der schönste Tag meines Lebens und das wollte ich auch von ihm hören. &#8220;Was war denn eigentlich der schönste Tage in deinem Leben?&#8221; fragte ich ihn und wie aus der Pistole geschossen kam die Antwort: &#8220;Der Tag der deutschen Meisterschaft!&#8221; Da hatte ich es. Aber, so tröstete ich mich, er ist wenigstens ehrlich und macht mir nichts vor. &#8220;Liebes&#8221;, fuhr er fort, &#8220;solange du mir meinen Fussball und meinen Verein FC Bayern lässt, kann in unserer Ehe nichts schiefgehen.&#8221; Nun wusste ich es und richtete mich danach.</p>
<p>Im Rückblick gesehen waren die nächsten Jahre die schönsten meines Lebens. Da meine Eltern sich vor Freude über das kleine Baby kaum fassen konnten und die besten Babysitter waren, konnte ich an der Seite meines Mannes jederzeit ausgehen und die Spiele besuchen. Ich musste wohl keine Frau gewesen sein, wenn ich mich an seiner Seite nicht in seiner Popularität und Beliebtheit gesonnt hätte. Auch meine Mutter bekam als &#8220;Heidkamps Schwiegermutter&#8221; etwas davon ab.</p>
<p>Quelle: Bayern Magazin</p>
<p>Weitere interessante Artikel über Conny Heidkamp:</p>
<p><a title="Erinnerungen an Conny Heidkamp" href="http://www.bayernfanblock.de/erinnerungen-an-conny-heidkamp" target="_blank">Erinnerungen an Conny Heidkamp</a></p>
<p><a title="FC Bayern Deutscher Meister 1932" href="http://www.bayernfanblock.de/fc-bayern-deutscher-meister-1932" target="_blank">FC Bayern Deutscher Meister 1932</a></p>
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		<title>Bayerns grosser Traum vom &#8220;Triple&#8221;-Triumph</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Apr 2010 18:51:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erinnerungen]]></category>
		<category><![CDATA[Asgeir Sigurvinsson]]></category>
		<category><![CDATA[Dieter Hoeneß]]></category>
		<category><![CDATA[Europapokal der Landesmeister]]></category>
		<category><![CDATA[Fritz Scherer]]></category>
		<category><![CDATA[Günter Güttler]]></category>
		<category><![CDATA[Pal Csernai]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Breitner]]></category>
		<category><![CDATA[Uli Hoeneß]]></category>

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		<description><![CDATA[Team von Pal Csernai in der Rückrunde 1981/1982 noch in allen Wettbewerben dabei!
Während die Fussball-WM 1982 in Spanien langsam ihre Schatten vorauswarf, startete der FC Bayern hoffnungsvoll in die Rückrunde der Saison 1981/82. Sowohl im DFB-, als auch im Europapokal war das Team von Pal Csernai noch vertreten.  In der Bundesliga konnte man zwar nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Team von Pal Csernai in der Rückrunde 1981/1982 noch in allen Wettbewerben dabei!</strong></p>
<p>Während die Fussball-WM 1982 in Spanien langsam ihre Schatten vorauswarf, startete der <a title="FC Bayern  " href="http://www.bayernfanblock.de" target="_blank">FC Bayern</a> hoffnungsvoll in die Rückrunde der Saison 1981/82. Sowohl im DFB-, als auch im Europapokal war das Team von Pal Csernai noch vertreten.  In der Bundesliga konnte man zwar nicht als Herbstmeister in die Winterpause gehen, doch als Tabellenzweiter, mit nur einem Punkt Rückstand auf den 1.FC Köln, gab es durchaus noch Titelhoffnungen. Wieder konnten Verantwortliche und Fans unter dem Weihnachtsbaum vom Titel-Triple träumen.</p>
<p>Die Winterpause war wegen der bevorstehenden WM recht kurz. So stand bereits einen Tag nach Neujahr gegen Schweinfurt 05 das erste Testspiel auf dem Programm. Es verlief ebenso erfolgreich (3:1) wie das gegen den FK Pirmasens einen Tag später (6:0). Am 16. Januar wurde es dann auch schon wieder ernst. Vor nur 11.000 Zuschauern begann die Bundesliga-Rückrunde mit einem 2:0 Sieg in Leverkusen, dem sich zwei Heimerfolge gegen Darmstadt (4:1) und Düsseldorf (7:0) anschlossen. Klaus Augenthaler gelangen dabei zwei &#8220;Doppelpacks&#8221; hintereinander. Die Zuschauerresonanz in der Bundesliga war seinerseit insgesamt relativ niedrig und lag etwa 50 Prozent unter dem heutigen Schnitt. So verfolgten auch beim FC Bayern durchschnittlich nur 12.000 Zuschauer die Heimspiele zwischen dem 17. und 22.Spieltag. Harte Zeiten für den damaligen Schatzmeister Dr.Fritz Scherer.</p>
<p>Auch wenn die Mannschaft jetzt die Tabellenführung übernommen hatte, konnte die Auftaktserie von fünf Siegen aus der Hinrunde leider nicht wiederholt werden. Grund hierfür war eine Auswärtsschwäche, die die Meisterschaftskonkurrenten im Tabellenbild immer wieder für sich ausnutzen konnten. in Karlsruhe verlor man mit 1:4 ebenso deutlich wie die 1:2 Niederlage auf dem Betzenberg nahezu schon obligatorisch war.</p>
<p>Im DFB Pokal stand im Achtelfinale erstmals ein Auswärtsspiel an. Im Mösle-Stadion wurde der Freiburger FC klar mit 3:0 besiegt. Das Los bescherte im Viertelfinale dann ein erneutes Auswärtsspiel, das im Vorfeld jedoch von einem schweren Unglück überschattet wurde. Wenige Tage vor dem Pokalspiel im Weserstadion spielte die Nationalmannschaft in Hannover gegen Portugal (3:1). Uli Hoeneß hatte sich mit drei Freunden im Privatflieger auf den Weg nach Hannover gemacht. Kurz vor der Landung stürzte die Maschine ab. Während alle seine Begleiter alle den Tod fanden, überlebte der ehemalige Bayern-Manager und jetzige Präsident Uli Hoeneß schwer verletzt. Erst nach Stunden wurder er bei Minusgraden von einem Förster im Moor entdeckt. Paul Breitner, der unmittelbar nach dem Länderspiel die Nacht am Krankenbett von Uli Hoeneß verbracht hatte, sorgte nach einem fragwürdigen Elfmeter dann mit seinen beiden Treffern im Weserstadion zunächst für den Ausgleich zur Verlängerung und dann in derselben für den entscheidenden Siegtreffer. Der Kapitän nach dem Spiel: &#8220;Ich will ja nicht sentimental sein, aber wenn ich jemals für jemanden Tore geschossen habe, dann diesmal für Uli Hoeneß.&#8221;</p>
<p>Auf europäischer Bühne hieß das Hindernis auf dem Weg ins Endspiel zunächst Universitatea Craiova. Nach Gegner aus Skandinavien und Südeuropa ging es nun in den Ostblock. Gegen den rumänischen Meister sorgte bereits im Hinspiel ein 2:0 Erfolg für das sichere Weiterkommen, das auch nicht mehr durch ein 1:1 in München in Frage gestellt wurde. Dies war jedoch nur das Aufwärmprogramm für ein abwechslungsreiches Halbfinale. Auch hier durfte der Deutsche Meister zunächst auswärts antreten und traf auf ZSKA Sofia. Der Armeesportclub aus der bulgarischen Hauptstadt legte los wie die Feuerwehr. Die Bayern drohten unterzugehen, denn bereits nach 18 Minuten lag man mit 0:3 hinten. Als Dürnberger und Dieter Hoeneß den FCB wieder mit 2:3 herangebracht hatten, legte ZSKA mit 2:4 noch einen Treffer nach. Und immer noch waren 40 Minuten zu spielen! Erst Paul Breitner sorgte mit dem 3:4 Endstand in der Schlussphase für ein erträgliches Resultat.</p>
<p>So dramatisch das Hinspiel war, so eindeutig war das Rückspiel in München. Zwar begannen die Rumänen im Olympiastadion ähnlich furios (drei Ecken in den ersten vier Minuten), doch mit je zwei Treffern von Breitner und Rummenigge ließ man den Gästen in der zweiten Halbzeit mit 4:0 keine Chance. Noch zu deutlich hatte man das bittere Aus im Halbfinale an gleicher Stelle gegen den FC Liverpool ein Jahr zuvor vor Augen gehabt. Der FC Bayern stand damit zum vierten Mal im Endspiel um den Europapokal der Landesmeister!</p>
<p>In der Bundesliga gelang es, nach einem 3:1 Heimsieg gegen Borussia Dortmund, weiterhin den Kontakt zur Tabellenspitze zu halten. Im folgenden Auswärtsspiel in Nürnberg gelang nicht nur mal wieder ein dringend benötigter Auswärtserfolg, sondern auch eine echte Überraschung bei den Torschützen zum 3:0 Sieg. Erzielten sonst Dieter Hoeneß, Breitner und Rummenigge fast 70 Prozent aller Bayern-Tore in der Bundesliga jener Saison, traten an diesem Abend Günter Güttler (zweimal) und Asgeir Sigurvinsson auf den Plan. Für beide waren es auch prompt die einzigen Tore im Dress des FC Bayern.</p>
<p>Im DFB-Pokal war man ebenfalls weiter auf Erfolgskurs. Nach einem 2:1 im Ruhrstadion über den VfL Bochum, bei dem wieder einmal Rummenigge und Breitner trafen, konnte der sechste Finaleinzug im DFB-Pokal in der Vereinsgeschichte klar gemacht werden. Mit nur einem Punkt Rückstand auf den Hamburger SV gab es auch in der Bundesliga unverändert Titelchancen, so dass Schatzmeister Scherer stöhnte: &#8220;Wenn wir für alles Prämien zahlen müssen, können wir den Laden dicht machen.&#8221;</p>
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		<title>FC Bayern Deutscher Meister 1932</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 11:04:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erinnerungen]]></category>
		<category><![CDATA[Conny Heidkamp]]></category>
		<category><![CDATA[FC Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Kurt Landauer]]></category>
		<category><![CDATA[Pötschge Pöttinger]]></category>
		<category><![CDATA[Richard Dombi]]></category>
		<category><![CDATA[Sigmund Haringer]]></category>
		<category><![CDATA[Wiggerl Hofmann]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie Dombi 1932 mit einer &#8220;Reisegesellschaft aus München&#8221; den Titel holte
Eine List des Trainers bescherte Bayern erstmals die Deutsche Meisterschaft
&#8220;Wir sind Deutscher Meister! Jahrzehntelang ein Traum &#8211; heute stolze Wirklichkeit!&#8221; So lautete die Schlagzeile in den Clubnachrichten des FC Bayern München im Juli 1932. Der Erfolgscoach hieß damals Richard Dombi. Bis es allerdings soweit war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie Dombi 1932 mit einer &#8220;Reisegesellschaft aus München&#8221; den Titel holte</strong></p>
<p>Eine List des Trainers bescherte Bayern erstmals die Deutsche Meisterschaft</p>
<p>&#8220;Wir sind Deutscher Meister! Jahrzehntelang ein Traum &#8211; heute stolze Wirklichkeit!&#8221; So lautete die Schlagzeile in den Clubnachrichten des <a title="FC Bayern München" href="http://www.bayernfanblock.de" target="_blank">FC Bayern München</a> im Juli 1932. Der Erfolgscoach hieß damals Richard Dombi. Bis es allerdings soweit war mit dem ersten Titelgewinn, musste &#8220;Little&#8221; Dombi, wie er von seinen Spielern aufgrund seiner Körpergröße genannt wurde, jedoch noch Schwerstarbeit leisten in der Saison 1931/32. Davon berichten wir in unserem zweiten Teil der Serie über unseren ersten Meistertrainer des <a title="FC Bayern" href="http://www.bayernfanblock.de" target="_blank">FC Bayern</a>, die der Würzburger Sportantiquar Andreas Wittner zusammengestellt hat.</p>
<p>Mit &#8220;Wiggerl&#8221; Hofmann, &#8220;Pötschge&#8221; Pöttinger und &#8220;Mile&#8221; Kuterer galt es in der Saison 1931/32 drei gestandene Internationale, wie die Nationalspieler damals genannt wurden, zu ersetzen. Die Stürmer Hofmann (250 Tore in 504 Spielen) und Pöttinger (375 Tore in 340 Spielen) mussten ihre Karriere verletzungsbedingt aufgeben. Kutterer, der langjährige Verteidiger, beendete seine Laufbahn beim FC Bayern. Zudem fielen mit Spielführer Conny Heidkamp und Sigmund Haringer im Meisterjahr zwei weitere Nationalspieler über längere Zeit aus.</p>
<p>Geschickt gelang es jedoch Trainer Dombi diese Korsettstangen der Mannschaft durch junge, begabte Nachwuchskräfte wie Breindl, Krumm, Rohr und Bader zu ersetzen. Zum sechsten Mal in Folge gewann der FC Bayern 1931/32 die Bezirksmeisterschaft von Sübayern. Und über die Spiele um die Süddeutsche Meisterschaft gelang es den Bayern zum vierten Mal nach 1926, 1928 und 1929 die Berechtigung zur Teilnahme an der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft zu erreichen.</p>
<p>In dieser wichtigsten Phase der Saison war es nun Richard Dombi selbst, bei der den Verantwortlichen und Aktiven des FC Bayern Besorgnis aufkommen ließ. Die Münchner Sportzeittschrift &#8220;Fußball&#8221; beschrieb die Situation eine Woche vor dem Endspiel in Nürnberg am 12. Juli 1932 gegen Eintracht Frankfurt folgendermaßen: &#8220;Dombi, der das Vertrauen seiner Vereinsleitung und Mannschaft in vollstem Maße genießt, sieht augenblicklich nicht besonders gut aus. Eine schwere Erkältung, eine Art Grenzfall von Lungenentzündung mit bösartighohem Fieber hätte ihn beinahe in diesen Wochen außer Gefecht gesetzt, in denen ihn die Mannschaft nötiger denn je braucht. Mit einer geradezu eisernen Energie ist Dombi der Krankheit Herr geworden. Die Spieler haben seine Sorge bisher keine Minute entbehren brauchen. Für Dombi gilt nur die Aufgabe, seine Mannschaft am 12. Juni um vier Uhr in der Form auf den Höhepunkt des Jahres darstellt. Dass er der richtige Mann ist, bezweifelt niemand, der den Werdegang der Bayern in diesem Jahr verfolgt hat, der das Gesicht der Mannschaft, wie sie jetzt steht, mit dem zu Saisonbeginn vegleicht. Dombi selbst schweigt sich über ´sein System´gründlich aus, man merkt nur seinen geradezu fanatischen Glauben an sich selbst, seine Mannschaft und den Enderfolg.&#8221;</p>
<p>Nach den Siegen in der im K.o.-System ausgespielten Vorrunde gegen den SC Minerva Berlin (4:2), den Polizei SV Chemnitz (3:2) und den 1. FC Nürnberg (2:0) stand der fc Bayern im 32. Jahr seiner Vereinsgeschichte also erstmal im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft. Am besagten 12. Juni hieß der Gegner in Nünrberg Eintracht Frankfurt. Um im Vorfeld unnötige Unruhe von der Mannschaft fern zu halten, ließ sich Dombi eine ganz besondere List einfallen. Es gelang ihm, den Aufenhaltsort der Bayern-Delegation bis einige Stunden vor Spielbeginn geheim zu halten. Während die Presse und die Fans sie in Fürth oder im Nürnberger Umland vermutetetn, residierte eine 20-köpfige &#8220;Reisegesellschaft&#8221; aus München unerkannt mitten in Nürnberg im &#8220;Württemberger Hof&#8221; gegenüber dem Hauptbahnhof.</p>
<p>Dombi ging sogar so weit, dass er außer Spielbetriebsobmann Harlander und Vizepräsident Hermann keine weitere Person einweihte. Die beiden Mitwisser mussten sich per Ehrenwort zum Stillschweigen verpflichten. Dies hatte zur Folge, dass Präsident Kurt Landauer wegen der auferlegten Unwissenheit sogar seinen Rücktritt in den Raum stellte. Aber auch hier gelang es dem Meistertrainer, dem ein sehr ausgeprägtes psychologisches Einfühlungsvermögen nachgesagt wurde, Herr der Lange zu bleiben und den Präsidenten von der Notwendigkeit seines Planes zu überzeugen. Der Ausgang des gewonnenen Endspieles, die Frankfurter Eintracht wurde mit 2:0 durch Tore von Rohr und Krumm geschlagen, sollte ihm im Nachhinein auf ganzer Linie recht geben.</p>
<p>Bei den sich anschließend ausgelassenen Feierlichkeiten in Nürnberg war er dann wohl einer der wenigen, die kühlen Kopf bewahrten. Schließlich fühlte er sich weiterhin für seine Schützlinge verantwortlich. In der Vereinschronik ist nachzulesen, &#8220;Um 4 Uhr früh mussten leider die beruflich ohne Urlaub gebliebenen den Zug nach München nehmen, um morgens um 8 Uhr pünktlich im Büro oder an der Arbeit zu sein, darunter unser Schmid Hansi und auch der Villinger Schmid. Dombi hatte seine liebe Mühe, sie alle noch rechtzeitig zum Zuge zu bringen.&#8221;</p>
<p>Wen verwundert es da, dass er von seinen Spielern fast abgöttisch verehrt wurde. Rechtsaußen &#8220;Berge&#8221; Bergmaier wusste im Herbst 1932 im &#8220;Fußball&#8221; unter der Überschrift &#8220;Für mich kommt nur Dombi in Frage!&#8221; Folgendes über seinen Trainer zu berichten: &#8220;Wenn unsere Mannschaft in diesem Jahre die Deutsche Meisterschaft erringen, wenn sie überhaupt die schweren Spiele durchsetzten konnte, die wir auf dem Weg ins Endspiel bestreiten mussten, dann hat unser prachtvoller Trainer ein Hauptverdienst daran. Ich wüsste niemand, der so bersorgt um seine Mannschaft ist, so jederzeit restlos für seine Leute da ist wie unser Dombi! Meister in der Behandlung von Verletzungen, die uns ja die Ligakämpfe leider in so überreichem Maß bescheren, ist er uns als Fitmacher und Mann, der seine Spieler in ständiger Kondition zu halten versteht, ein nicht wegzudenkender Faktor in unserer Elf.&#8221;</p>
<p>In den &#8220;Club-Nachrichten des FC Bayern&#8221; vom Juli 1932 beschließt der Chronist Sigillus seine Laudatio auf den Meistertrainer mit den Worten &#8220;Neben seinen ausgezeichneten Fähigkeiten als Sportlehrer ist er in diesen zwei Jahren der Mannschaft ein aufrichtiger Freund und Berater geworden, und es wäre zu wünschen, wenn er ihr und unserem Club noch lange erhalten bliebe.&#8221;</p>
<p>Die Geschichte wollte es jedoch, dass er dem FC Bayern lediglich noch ein gutes Dreivierteljahr erhalten bleiben sollte. Ebenso wie Präsident Kurt Landauer war Richard Dombi jüdischen Glaubens. Nach der politischen Machtergreifung der Nationalsozialitisten ließ der neu eingesetzte Reichsführer Hans von Tschammer und Osten Anfang Mai 1933 in einer Rundfunkrede unter anderem folgende Aussage verlautbaren: &#8220;Für uns bedeuten die Leibesübungen Dienst am deutschen Menschen, Erhaltung und Pflege unserer Rasse. Ich will nicht übe einen Kamm scheren, aber dass es dem jüdischen Turner und Sportler im neuen Deutschland nicht möglich ist, eine führende oder mitbestimmende Stellung einzunehmen, hat er unterdessen selbst eingesehen.&#8221;</p>
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		<title>Die &#8220;wilden Stiere&#8221; von Madrid werden aus der Arena gefegt!</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 23:38:12 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Erinnerungen]]></category>
		<category><![CDATA[FC Bayern München]]></category>
		<category><![CDATA[Jupp Heynckes]]></category>
		<category><![CDATA[Klaus Augenthaler]]></category>
		<category><![CDATA[Lothar Matthäus]]></category>
		<category><![CDATA[Roland Wohlfarth]]></category>
		<category><![CDATA[Udo Lattek]]></category>
		<category><![CDATA[Uli Hoeneß]]></category>
		<category><![CDATA[Wiggerl Kögl]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit einem Paukenschlag der Bayern begann die Saison 1986/1987 im Münchner Olympiastadion. Knapp 60 Sekunden waren gegen den BVB absolviert, da traf Lothar Matthäus erst den Pfosten, dann die Latte, ehe Roland Wohlfarth den zweiten Abpraller zum 1:0 verwertete. Trotzdem die Partie nur 2:2 endete, zeigten sich die Münchner von ihrem Blitzstart in die Spielzeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit einem Paukenschlag der Bayern begann die Saison 1986/1987 im Münchner Olympiastadion. Knapp 60 Sekunden waren gegen den BVB absolviert, da traf Lothar Matthäus erst den Pfosten, dann die Latte, ehe Roland Wohlfarth den zweiten Abpraller zum 1:0 verwertete. Trotzdem die Partie nur 2:2 endete, zeigten sich die Münchner von ihrem Blitzstart in die Spielzeit beflügelt: Dem HSV und Gladbach bliesen sie in der Folge unterm Zeltdach jeweils mit 3:1 den Marsch und führten in der Liga bald den Taktstock. In den ersten Runden des Europapokals begleitete sie ebenfalls die Melodie des Erfolges.</p>
<p>Am 1.November jedoch klangen ihnen die Ohren: Leverkusens &#8220;One Hit Wonder&#8221; Christian Hausmann dröhnte durchs olympische Rund, Bayer siegte 3:0. Schnell fand das Bayern-Orchester nach dieser Störung aber wieder die richtigen Töne und ging punktgleich mit Spitzenreiter Hamburg in die Winterpause. Da nahm Manager Uli Hoeneß den Verlust der &#8220;zweiten Geige&#8221; DFB Pokal (0:3 in Düsseldorf) nicht weiter tragisch: &#8220;Im Europacup und Meisterschaft sind wir ja voll dabei!&#8221;</p>
<p>Diese Ziele im Blick, kehrten die Münchner aus dem Winterurlaub ins Olympiastadion zurück und lieferten ihren Fans unvergessene Highlights. Erst ein 5:0 gegen Anderlecht, dann ein 4:0 gegen den Club und am 8.April 1987 die Gala gegen Real. Die Königlichen kreuzten im Halbfinale des Landesmeistercups unterm Zeltdach auf &#8211; und kassierten eine legendäre Abreibung. Nach 37 Minuten hieß es 3:0, mit einer 1:4 Packung traten die Madrilenen die Heimreise an. Über 75.000 Zuschauer bejubelten ihre Bayern und wunderten sich aber über hitzköpfige Spanier, die ihre Niederlage noch mit zwei Platzverweisen &#8220;schmückten&#8221;.</p>
<p>Nachdem der FCB trotz roter Karte gegen Klaus Augenthaler auch den Hexenkessel &#8220;Bernabeu&#8221; überstanden hatte, griffen Latteks Mannen nach dem begehrten Henkeltopf. Die Krönung sollte im Wiener Finale erfolgen. Bis zu 78.Minute lief dank &#8220;Wiggerl&#8221; Kögls 1:0 alles nach Plan, ehe Madjer per Hacke und Juary das Spiel zu Gunsten des FC Porto drehten. &#8220;Darüber ärgere ich mich heute noch schwarz&#8221;, saß dieser Stachel bei Lattek auch Jahre später noch tief. Die im Anschluss gesicherte zehnte Meisterschaft konnte die Münchner ebenso wenig trösten wie die fast makellose Bilanz der Saison: nunmehr alleiniger Rekordmeister, bei nur einer Niederlage in der Bundesliga auswärts ungeschlagen, in 46 Pflichtspielen ganze vier Pleiten &#8211; aber eben leider eine entscheidende am 27.Mai in Wien. Am 08.August füllten wieder die Bayern Fans das weite Rund des Olympiastadions. Das erste Heimspiel unter dem neuen Coach Jupp Heynckes stand an und der FC Bayern fegte den HSV vor 63.000 Zuschauern 6:0 vom Platz. 18 Tage darauf sahen sogar knapp 78.000 Zuschauer einen 1:0 Erfolg gegen den 1.FCN. Fortan begeisterten die Münchner ihr Publikum im Olympiastadion wieder mit bester Offensivkunst, wie etwa beim 8:1 gegen Schalke. Leider waren ihre Leistungen zu schwankend, so dass Titelverteidiger FC Bayern trotz 83 erzielter Tore die Schale den Bremern überlassen musste.</p>
<p>Beispielhaft für die fehlende Konstanz war das Viertelfinal-Hinspiel im Europacup der Landesmeister. Erneut ging´s gegen Real, erneut stand es 3:0 und 72.000 machten sich wie ein Jahr zuvor auf, ein Fussballfest zu feiern. Zwei Abwehrfehler bereiteten der Hochstimmung jedoch ein jähes Ende. Butragueno und Co. verkürzten kurz vor Schluss auf 2:3 und warfen die Bayern in Madrid mit 0:2 aus dem Wettbewerb. Ebenfalls in der Runde der letzten Acht endete für die Münchner der DFB Pokal und damit zogen die Bayern ohne Titel von dannen.</p>
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		<title>Bayern um &#8220;Breitnigge&#8221; bieten Traum-Fussball!</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Jan 2010 23:30:02 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Im ganzen war 1978/79 nicht mehr so schlimm wie die Spielzeit davor. Vom Hochhausaufzug, der laufend mit 180 Sachen vom Keller in den 45.Stock und zurück raste, waren wir in einen Paternoster umgestiegen&#8221;, freute sich Torhüterlegende Sepp Maier nach dem Chaos-Jahr 77/78 über einen FC Bayern in deutlich ruhigeren Fahrwassern. Das Traumpaar &#8220;Breitnigge&#8221; &#8211; Karl-Heinz Rummenigge und Paul Breitner &#8211; fand sich, eine neue Erfolgsära kündigte sich an. Erstes Signal: Im Olympiastadion hingen die Trauben für die Gäste wieder höher. Die Münchner mussten nur zwei Heimpleiten in der Liga hinnehmen, eine davon beim 0:1 gegen den späteren Meister HSV. Dem gegenüber standen allerdings eine Reihe Kantersiege wie etwa ein 5:1 gegen Double-Gewinner Köln. Und selbst der &#8220;Kaiser&#8221; kam nicht ungeschoren davon. Mit Cosmos New York kassierte Franz Beckenbauer in einem Freundschaftsspiel vor 78.000 Zuschauern in der olympischen Arena eine 1:7 Abfuhr.</p>
<p>Ganz ohne böse Überraschungen verlief aber auch diese Saison nicht. In Runde zwei des DFB-Pokals erlebte der FC Bayern eine 4:5 Heimblamage gegen den Zweitligisten VfL Osnabrück. Selbst der stürmende Maier Sepp (&#8221;Ich wollte unseren Angreifern mal zeigen, wo das gegenerische Tor steht!&#8221;) konnte den peinlichen K.-o. nicht verhindern. In der Bundesliga schmerzte ein 1:7 in Düsseldorf, ins Rennen um den Titel griffen die Bayern nicht ein. Der Grund: Interne Querelen, die in der Entlassung von Coach Gyula Lorant (Dezember´78) und dem Rücktritt von Präsident Wilhelm Neudecker (Frühjahr´79) gipfelten. Neuer Trainer wurde Lorants Assistent Pal Csernai &#8211; sehr zum Leidwesen von Gerd Müller. Der Ungar und der Jahrhundert-Torjäger waren wie Hund und Katz. Schließlich nahm der &#8220;Bomber der Nation&#8221; leise Abschied. Ab Sommer 1979 &#8220;müllerte&#8221; es nicht mehr im Olympiastadion, sondern in Fort Lauderdale. Zum neuen &#8220;Präse&#8221; wurde Willi O.Hoffmann gewählt und Uli Hoeneß (damals 27) startete seine einzigartige Managerkarriere. Die Bundesliga beendeten die Bayern mit einem 2:1 bei Meister HSV. Nach einem Jahr Pause bedeutete Platz vier zumindest wieder die Teilnahme am Europacup.</p>
<p>Ganz ohne München kamen die kontinentalen Wettbewerbe aber schon 78/79 nicht aus. Am 30.Mai 1979 bildete das Olympiastadion erstmals die herrliche Kulisse für das Finale im Landesmeister-Cup. 57.000 Zuschauer sahen Nottingham Forest unter Manger-Legende Brian Clough 1:0 gegen Malmö siegen.</p>
<p>So feierlich die Spielzeit für das Olympiastadion endete, so bitter begann die nächste für den FC Bayern. Sepp Maier erlitt im Juli 1979 bei einem Autounfall schwere Verletzungen und musste seine Karriere beenden. Ein Jahr nach dem fatalen Crash sagte die &#8220;Katze von Anzing&#8221; beim festlichen Abschiedsspiel gegen die Nationalmannschaft &#8220;Servus&#8221; &#8211; Emotionen pur unterm Zeltdach, die legendäre Achse Maier-Beckenbauer-Müller war endgültig Geschichte.</p>
<p>Nach &#8220;Katsche&#8221; Schwarzenbecks verletzungsbedingtem Aus im August 1979 stand mit Bernd Dürnberger nur noch ein Leistungsträger der triumphalen 70er im Kader. Aber neue Meister Bayern sprangen in die Bresche. Manager Hoeneß und Trainer Csernai hatten um Kapitän Breitner und Torjäger Rummenigge ein schlagkräfitges Team zusammengestellt. Zunächst meldete sich der FCB im Europapokal zurück, wo mit weißer Heimweste erst im Halbfinale gegen den späteren UEFA-Cup-Sieger Eintracht Frankfurt das Aus kam. In der Bundesliga konnte die Münchner keiner aufhalten: Am 31.Mai 1980 präsentierten sie im Olympiastadion endlich wieder die Meisterschale &#8211; ihre sechste. Über 70.000 feierten die Bayern, die in einem furiosen Saisonendspurt Titelverteidiger HSV in die Knie gezwungen hatten &#8211; nicht zuletzt dank ihrer Heimstärke (nur Köln siegte glücklich in München) und zweier viel umjubelter Derby-Erfolge (2:1 und 6:1) gegen Aufsteiger 1859 vor jeweils 78.000 Zuschauern. Die Presse schwärmte vom &#8220;Traumfussball&#8221;, feierte vor allem Überflieger Karl-Heinz Rummenigge. Der Torschützenkönig der Bundesliga krönte eine &#8220;rote&#8221; Spielzeit schließlich noch mit einem EM-Triumph im Nationaltrikot und wurde Deutschlands sowie Europas &#8220;Fussballer des Jahres&#8221;. Ein neuer Weltstar war geboren, der dem FCB auch in den kommenden Jahren Trophäengarant sein sollte.</p>
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		<title>Uli Hoeneß &#8211; ARD Portrait über unseren Präsidenten</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 09:09:49 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die ARD hat vor ein paar Tagen ein tolles Portrait über unseren Präsidenten Uli Hoeneß gezeigt. Zum Glück haben wir die Aufnahmen bei Youtube gefunden. Schaut euch das tolle Portrait an! In den Aufnahmen kommen neben Uli Hoeneß, Mehmet Scholl, Gerd Müller, Paul Breitner, Franz Beckenbauer und einige Jugendfreunde zu Wort.






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			<content:encoded><![CDATA[<p>Die ARD hat vor ein paar Tagen ein tolles Portrait über unseren Präsidenten Uli Hoeneß gezeigt. Zum Glück haben wir die Aufnahmen bei Youtube gefunden. Schaut euch das tolle Portrait an! In den Aufnahmen kommen neben Uli Hoeneß, Mehmet Scholl, Gerd Müller, Paul Breitner, Franz Beckenbauer und einige Jugendfreunde zu Wort.<br />
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		<title>Saison ohne einen Titel kostet Csernai den Job</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Jan 2010 09:13:22 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[1982/83 in der Liga nur Platz vier und im Europacup an Aberdeen gescheitert!
Die Herbstmeisterschaft wurde in der Saison 1982/83 zwar knapp verpasst, aber mit Tabellenplatz zwei und dem Erreichen des Viertelfinales im Europapokal der Pokalsieger standen die Chancen des FC Bayern sehr gut auf eine erfreuliche Rückrunde.
Mit einem Hallentunier in der Schweiz, einem Freundschaftsspiel in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>1982/83 in der Liga nur Platz vier und im Europacup an Aberdeen gescheitert!</strong></p>
<p>Die Herbstmeisterschaft wurde in der Saison 1982/83 zwar knapp verpasst, aber mit Tabellenplatz zwei und dem Erreichen des Viertelfinales im Europapokal der Pokalsieger standen die Chancen des FC Bayern sehr gut auf eine erfreuliche Rückrunde.</p>
<p>Mit einem Hallentunier in der Schweiz, einem Freundschaftsspiel in Frankreich, einer Vorbereitungspartie gegen den VfB Stuttgart und dem Ablösespiel für Jean-Marie Pfaff in Belgien gestalteten sich die Vorbereitungen auf die zweite Saisonhälfte 1982/83 recht abwechslungsreich. Ernst wurde es dann am 18.Bundesliga-Spieltag mit einem Heimspiel gegen Werder Bremen. Nur 18.000 Zuschauer froren im Olympiastadion, in dem auch das magere 1:1 nicht zur Erwärmung beitrug. Das sah in den beiden nachfolgenden Begegnungen jedoch schon ganz anders aus. In Düsseldorf gab es mit einem 5:3 Sieg ein äußerst seltenes Ergebnis, bei dem es den Bayern erst in den letzten 15 Minuten durch Dürnberger und Dremmler gelang, die Führung herauszuschießen. Einmal in Schwung gekommen, ging im darauf folgenden Heimspiel der Karlsruher SC 1:6 in München unter, wobei der 5:0 Halbzeitstand zunächst noch Spektakuläres versprach.</p>
<p>Von einem ernüchternden 1:1 in Leverkusen mal abgesehen, war es dann Arminia Bielefeld, das mit 0:5 in München die Segel streichen musste. Dieser Lauf fand, wie schon so oft in den letzten Jahren, im Frankfurter Waldstadion ein Ende Der verschossene Elfmeter von Paul Breitner verhinderte die 0:1 Niederlage leider nicht.</p>
<p>Auf europäischer Bühne galt es den Einzug ins Halbfinale des Europapokals der Pokalsieger sicherzustellen, Der Verein hatte zwar seinen Schuldenberg merklich abbauen können, doch zusätzliche Einnahmen hätten auch aus diesem Grund dem FCB gut getan. Gegner im Viertelfinale war der schottische Pokalsieger FC Aberdeen. Das Hinspiel in München wurde von den Bayern allerdings nicht zur Schaffung einer einigermaßen beruhigenden Ausgangsposition genutzt. Nur 0:0 lautete das Endergebnis nach 90 Minuten. Ob das reichen würde?</p>
<p>Hiernach sah es im ausverkauften Pittodrie-Stadion zunächst tatsächlich auch aus, denn Klaus Augenthaler brachte den FC Bayern mit 1:0 in Front. Nach dem Ausgleich war es Hans Pflügler, der in seinem ersten Europacup-Einsatz von Beginn an für die 2:1-Führung in der 61.Minute sorgte. Nun hätten die Schotten noch zwei Tore zum Weiterkommen schießen müssen. Und das taten sie leider auch. Innerhalb von nur 40 Sekunden drehten sie die Partie. Nach Liverpool und Aston Villa war man nun erneut an einer britischen Mannschaft gescheitert. Aberdeen hingegen schaffte es bis ins Finale und gewann dort sogar gegen Real Madrid.</p>
<p>In der Bundesliga konnte der FC Bayern zwar Anschluss an den Tabellenführer Hamburger SV halten, aber an einen Wechsel an der Tabellenspitze war nicht zu denken. Die beiden Tabellennachbarn gewannen und strauchelten gemeinsam. Keiner profitierte vom anderen. Als die Bayern dann einmal zu viel strauchelten, mussten sie sogar noch Werder Bremen an sich vorbeiziehen lassen. Der Mannschaft schien endgültig die Puste auszugehen, als sie zum wiederholten Mal den verletzungsbedingten Ausfall ihres Regisseurs Paul Breitner in Kauf nehmen musste. Der Kapitän plagte sich in jener Saison mit so ziemlich allen Verletzungen herum, die so ein Krankenblatt hergeben kann: Oberschenkelzerrung, Kapselriss, Bänderriss und Absplitterung im Sprunggelenk.</p>
<p>Zum Ende der Saison musste die Mannschaft auch wieder empfindliche Niederlagen einstecken. Einem 0:2 in Köln folgte zu Hause ein 0:1 gegen Kaiserslautern. Das war zuviel für das Präsidium. Der öffentliche Druck auf Pal Csernai nahm nun auch lautstarke Formen von den Rängen im Olympiastadion an. Nach 50 Monaten endete seine Zeit als Cheftrainer beim FC Bayern. Nachfolger wurde für die restlichen drei Saison-Spiele, der bisherige Co-Trainer Reinhard Saftig. Er war damit der 7.Bayern-Trainer seit Bundesligazugehörigkeit 1965.</p>
<p>Mit einem 4:4 bei Borussia Dortmund verschaffte sich Saftig einen durchaus gelungenen Einstand. Als die Mannschaft am vorletzten Spieltag, zu Hause gegen Schalke 04, in der 72.Minute immer noch 0:1 hinten lag, wechselte sich Paul Breitner auf eigenes Betreiben, aber durchaus in Absprache mit Saftig und Uli Hoeneß quasi selbst ein. Zu Spielbeginn noch in zivil auf der Ersatzbank sitzend, versuchte er, einer Verzweiflungstat gleich, der Mannschaft die nötigen Impulse zu geben. Verletzt rieb er sich jedoch in Zweikämpfen auf und konnte auch nicht mehr die Wende herbeiführen. Es war letzte Pflichtspiel von einem der sechs Weltmeister von 1974 im Dress des FC Bayern.</p>
<p>Mit einem 3:2 Auswärtssieg in Nürnberg und einer Asientournee (Breitner kassiert im letzten Spiel noch mal eine rote Karte) beendete der FCB die Saison 1982/83. Tabellenplatz vier in der Bundesliga berechtigte zur Teilnahme am UEFA Cup in der kommenden Saison. Das Spiel der Bayern stand nicht nur in Abhängigkeit von Regisseur Paul Breitner, sondern lebte maßgeblich auch von der Treffsicherheit des Sturmduos Dieter Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge. Beide erzielten für die Mannschaft exakt die Hälfte der Bundesliga-Tore. Deutscher Meister wurde zum sechsten Mal der Hamburger SV, der mit seinem Trainer Ernst Happel die wohl beste Spielzeit der Vereinsgeschichte hinlegte und schließlich sogar gegen Juventus Turin mit 1:0 den Europapokal der Landesmeister gewann.</p>
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		<title>Vierjährige Durststrecke mit Titel 1980 beendet!</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jan 2010 10:11:26 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Breitner und Rummenigge führen die Bayern unter Pal Csernai zur Meisterschaft
Der FC Bayern hatte sich Ende der 70er Jahre wieder sportlich gefestigt. Männer wie Willi O.Hoffmann als Präsident, Uli Hoeneß als Manager und Trainer Pal Csernai läuteten an der Spitze des Vereins das neue Jahrzehnt ein. Auf dem Rasen machte das Duo &#8220;Breitnigge&#8221; weiter von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Breitner und Rummenigge führen die Bayern unter Pal Csernai zur Meisterschaft</strong></p>
<p>Der FC Bayern hatte sich Ende der 70er Jahre wieder sportlich gefestigt. Männer wie Willi O.Hoffmann als Präsident, Uli Hoeneß als Manager und Trainer Pal Csernai läuteten an der Spitze des Vereins das neue Jahrzehnt ein. Auf dem Rasen machte das Duo &#8220;Breitnigge&#8221; weiter von sich Reden und zog zukünftige Stars im damaligen Kader mit. Ob sie nun Dieter Hoeneß, Kurt Niedermayer, Wolfgang Dremmler oder Klaus Augenthaler hießen: Hier wuchs etwas heran.</p>
<p>Dennoch begann das neue Fussballjahr alles andere als verheißungsvoll. Nach nur zwei Freundschaftsspielen mit Siegen in Würzburg und Ingolstadt machten in den beiden ersten Pflichtspielen zwei 0:1 Auswärtsniederlagen dem Team zu schaffen. Die Rückrunde begann wegen der anstehenden EM in Italien relativ früh und startete mit dem Spiel in der 3.Runde des DFB Pokals gegen die SpVgg Bayreuth. Auf schneebedecktem Rasen wussten die Mannen um Paul Breitner am 12.Januar 1980 kein Mittel gegen den tapfer kämpfenden Zweitligisten, ließen nach dem frühen &#8220;Tor des Tages&#8221; jegliches Aufbäumen vermissen und verabschiedeten sich aus dem Wettbewerb. Eine Woche später revanchierte sich Bayer Leverkusen für seinen Fehlstart in die mittlerweile 25-jährige Bundesligazugehörigkeit und schickte den FCB mit 0:1 vom Rhein zurück an die Isar. Das saß.</p>
<p>Die anstehenden Aufgaben im UEFA-Cup ließen noch ein bisschen auf sich warten, und so galt die ganze Konzentration nun der Bundesliga. Einem 3:1 Heimerfolg gegen Schalke 04 folgte prompt eine gleich lautende Auswärts-Schlappe gegen den HSV. Von Augenthalers Eigentor mal abgesehen, hatte das Spiel im Volksparkstadion jedoch noch eine weitere Besonderheit zu bieten: Nachdem Schiedsrichter Linn ein klares, elfmeterreifes Foul an Breitner außerhalb des Strafraum verlegte und einen Abstand der HSV-Mauer beim Freistoß von vier Metern aktzeptierte, reklamierte der Bayern-Kapitän. Die fällige vierte gelbe Karte führte zu einem Spiel Sperre. Breitner klagte dagegen vor dem DFB-Sportgericht. Die Klage wurde zwar inhaltlich zurückgewiesen, aber als formal grundsätzlich statthaft bestätigt. Ab sofort waren damit juristische Einsprüche gegen Schiedsrichter-Entscheidungen seinerzeit möglich.</p>
<p>Wie gut, dass nun zwei Heimspiele in Folge anstanden. Erneut 3:1 lautete das Ergebnis. Diesmal gegen Mönchengladbach. Es folgte ein 3:0 Erfolg gegen Bochum, bei dem Wintereinkauf und Abwehrspieler Jan Einar Aas aus Norwegen in seinem fünften Pflichtspiel zum ersten und leider auch zum letzten Mal für den FC Bayern traf. Karl-Heinz Rummenigge, der angesichts einer hervorragenden Saison internationales Interesse auf sich zog, verlängerte seinen Vertrag bis 1985, den er jedoch nichgt ganz erfüllen sollte.</p>
<p>Nach einem 1:1 in Berlin begannen die &#8220;Pfälzer Wochen&#8221; mit einem dreifachen Aufeinandertreffen mit dem 1.FC Kaiserslautern, das nur von einem erneuten 3:1 Heimsieg gegen Duisburg kurz unterbrochen wurde. Den Auftakt bildete das Hinspiel im Viertelfinale des UEFA-Cups auf dem Betzenberg. Mit einer 0:1 Niederlage konnte der Schaden dabei einigermaßen in Grenzen gehalten werden. Zehn Tage später machte man es in der Liga mit einem 1:1 an gleicher Stelle etwas besser. Auf Platz zwei der Tabelle stehend, ließ sich der ansonsten vorsichtige Csernai zu der Aussage verleiten, &#8220;dass die deutsche Meisterschaft im Bereich unserer Möglichkeiten liegt&#8221;. Eine für ihn geradezu kühne Prognose. Mitte März folgte das Viertelfinal-Rückspiel im Olympiastadion, das man mit 4:1 jedoch deutlich für sich entscheiden konnte.</p>
<p>Die folgende Auslosung zum UEFA-Cup-Halbfinale geriet zur rein deutschen Angelegenheit. Während Stuttgart auf Mönchengladbach traf, wurde der zweite Endspielteilnehmer zwischen dem FC Bayern und Eintracht Frankfurt ermittelt, wobei die Eintracht mit 0:2 und 5:1 nach Verlängerung das Finale erreichte. Erneut war man an Frankfurt gescheitert. Erst im Halbfinale des DFB-Pokals 1973 und nun zweimal in Folge im UEFA-Cup.</p>
<p>Wenigstens hatte man zwischendurch mit Volldampf Kurs auf die Meisterschaft genommen. Von einem 0:1 Ausrutscher in Dortmund mal abgesehen, paarten sich Auswärtssiege in Köln und Uerdingen mit eindrucksvollen Heimsiegen. Ein 7:0 Erfolg über Werder Bremen trug dabei zum Abstieg der Hanseaten wenige Wochen später bei. Paul Breitner, der sich in dieser Saison fortlaufend mit Achillessehnen-Problemen plagte, wirkte ausgebrannt. Csernai griff in die &#8220;Trickkiste&#8221; und genehmigte dem Kapitän einen in Mannschaft und Presse unpopulären Sonderurlaub von drei Tagen. Mit zwei Toren beim 6:1 Derbysieg zahlte der Mittelfeldregisseur das Vertrauen des Trainers zurück. Diese Torflut in der Partie gegen den TSV 1859 und der klare 6:0-Erfolg gegen Fortuna Düsseldorf waren nicht nur schön, sie waren auch in dieser Höhe bitter nötig. Den Hamburger SV hatte man nämlich nun nach Punkten und Toren eingeholt, am vorletzten Spieltag sogar überholt.</p>
<p>Am letzten Spieltag sorgten noch einmal Breitner und Rummenigge mit ihren Toren zum 2:0 Sieg über Eintracht Braunschweig für einen schönen Schlusspunkt zur sechsten deutschen Meisterschaft. Der Lippstädter trug mit seinen 26 Toren dabei maßgeblich zum Titelgewinn bei. Ein Erfolg, der ihm auch erstmalig die Torjägerkanone bescherte. Der Jubel nach dem Schlusspfiff im Stadion und später dann auf dem Marienplatz zeigte deutlich, dass Titelgewinne nach vier Jahren Durststrecke von Verantwortlichen und Fans längst nicht mehr als etwas Selbstverständliches verstanden wurden.</p>
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		<title>Im Spieljahr 1971/1972 setzt sich der FC Bayern gleich an der Tabellenspitze fest</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Dec 2009 01:35:46 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Edgar Schneider]]></category>
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		<description><![CDATA[Nach 7:1 Sieg gegen die Löwen &#8211; Start in die Saison der Rekorde
Während Fussball-Deutschland in erster Linie über den Bundesliga-Skandal diskutiert, in dem Spieler und Vereine im Abstiegskampf der vergangenen Saison Spiele manipuliert hatten, startet der FC Bayern, als einer der Vereine mit &#8220;weißer Weste&#8221; mit großen Ambitionen in die Spielzeit 1971/72, welche die letzte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nach 7:1 Sieg gegen die Löwen &#8211; Start in die Saison der Rekorde</strong></p>
<p>Während Fussball-Deutschland in erster Linie über den Bundesliga-Skandal diskutiert, in dem Spieler und Vereine im Abstiegskampf der vergangenen Saison Spiele manipuliert hatten, startet der FC Bayern, als einer der Vereine mit &#8220;weißer Weste&#8221; mit großen Ambitionen in die Spielzeit 1971/72, welche die letzte im Städtischen Stadion an der Grünwalder Straße war. Im Sommer 1972 soll der Umzug ins neue Olympiastadion erfolgen.</p>
<p>Vor allem die am letzten Spieltag an Borussia Mönchengladbach verlorene Meisterschaft wollen die Mannen von Trainer Udo Lattek, dem es in dieser Saison gelang die Nachwuchsspieler Uli Hoeneß, Paul Breitner, Willi Hoffmann und Edgar Schneider in die Mannschaft zu integrieren, wieder an die Isar holen. Gegen die Verteidigung des DFB-Pokals, der in dieser Saison erstmalig mit Hin-und Rückspiel ausgetragen wurde, hätte man natürlich auch nichts einzuwenden.</p>
<p>Die Vorbereitung bestreitet unser Team diesmal mit einem wahren Spiele-Marathon. Gleich am ersten Trainingstag nach der Sommerpause treten Beckenbauer &amp; Co. beim FC Garmisch an. Bis zum 10.August gibt es fast jeden Tag ein Freundschaftsspiel, insgesamt 16 Partien! Höhepunkt der Vorbereitung ist sicher das Derby gegen den damaligen Regionalligisten TSV 1859 München. 36.000 Zuschauer sehen eine hochüberlegene Mannschaft in Rot, die nach dem 0:1 Rückstand aufwacht und den Gegner nach Belieben dominiert. Der 7:1 Erfolg bedeutet den höchsten Derbysieg nach dem Krieg. Nach der ungewöhnlichen Vorbereitung kommt unsere Mannschaft zunächst nur zögerlich in Tritt. Am ersten Spieltag kann Franz Krauthausen die Führung von Aufsteiger Fortuna Düsseldorf noch vor der Pause ausgleichen. Bei Temperaturen von 35 Grad Celsius im Grünwalder Stadion schießen Breitner und Beckenbauer den standesgemäßen 3:1 Erfolg heraus.</p>
<p>Am zweiten Spieltag erwartet der Vorjahresdritte Hertha BSC mit 73.000 Fans im Berliner Olympiastadion den Vizemeister. Uli Hoeneß und Gerd Müller können die zweimalige Führung der Berliner jeweils ausgleichen, so dass ein Punkt beim FC Bayern bleibt. Auch im zweiten Heimspiel der Saison gegen Eintracht Braunschweig geht der Gast zunächst in Führung. Unsere Mannschaft, die unter der Woche noch an einem Turnier in Barcelona teilgenommen hat, kann das Spiel jedoch wieder drehen. Nach dem postwendenen Ausgleich von Johnny Hansen, erzielen Rainer Zobel und zweimal Beckenbauer in der letzten Viertelstunde die Treffer zum 4:1 Erfolg.</p>
<p>Drei Tage später im Auswärtsspiel bei Rot-Weiß Oberhausen ist es wiederum ein später Treffer, der den &#8220;Rothosen&#8221; einen Punkt bringt. Johnny Hansen trifft in der 82.Minute zum 1:1. Obwohl in den ersten vier Partien spielerisch noch nicht alles nach Wunsch, zeigt die Mannschaft Moral und kämpferische Fähigkeiten; und obwohl insgesamt fünfmal in Rückstand geraten, verliert sie kein Spiel und holt 6:2 Punkte, was den zweiten Tabellenplatz hinter Schalke bedeutet.</p>
<p>Am fünften Spieltag kommt es dann vor 40.000 Zuschauern an der Grünwalder Staße zum Topmatch gegen den Meister Mönchengladbach. Haben die Niederrheiner in der letzten Saison unserer Elf am letzten Spieltag noch den Titel vor der Nase weggeschnappt, lässt sie diesmal keine Zweifel an der neuen Hackordnung in Deutschland aufkommen. Ab der ersten Minute setzt die Elf um den überragenden Mittelfeld-Motor &#8220;Bulle&#8221; Roth die Borussen unter Druck. Die Tore von Roth und Hoeneß in der ersten halben Stunde sind letztendlich die logische Folge dieser Überlegenheit. Obwohl die Bayern weiterhin das Spiel bestimmen, fallen keine weiteren Tore mehr. Brenzlig fürs Bayern-Tor wird es noch einmal als Gerd Müller (!) auf der Torlinie klären muss.</p>
<p>Beflügelt von diesem Erfolg kann die Elf um Franz Beckenbauer auch den Betzenberg erklimmen. Unser Kapitän bestreitet sein 200.Bundesligaspiel an seinem 26.Geburtstag. Rainer Zobel und Gerd Müller schenkten ihm jeweils ein Tor beim 2:0 Erfolg. Der FC Bayern bleibt punktgleich mit Tabellenführer Schalke 05 auf dem zweiten Tabellenplatz.</p>
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		<title>Bayern verpassen 1985 das Double nur knapp!</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Dec 2009 21:42:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erinnerungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bayer 05 Uerdingen]]></category>
		<category><![CDATA[Dieter Hoeneß]]></category>
		<category><![CDATA[FC Everton]]></category>
		<category><![CDATA[Ludwig Kögl]]></category>
		<category><![CDATA[Sören Lerby]]></category>
		<category><![CDATA[Udo Lattek]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Dremmler]]></category>

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		<description><![CDATA[Meister im Pokal-Finale 1:2 gegen Uerdingen / Everton im Europacup zu stark
Von wegen Aufbau- oder Übergangsjahr! Nahezu alle Neuverpflichtungen zu Beginn der Saison 1984/85 erwiesen sich als Volltreffer und verstärkten den Kader des FC Bayern nachhaltig. Als Herbstmeister konnte nicht nur die Rückrunde der Bundesliga mit Volldampf in Angriff genommen, sondern mit den anstehenden Viertelfinal-Spielen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Meister im Pokal-Finale 1:2 gegen Uerdingen / Everton im Europacup zu stark</strong></p>
<p>Von wegen Aufbau- oder Übergangsjahr! Nahezu alle Neuverpflichtungen zu Beginn der Saison 1984/85 erwiesen sich als Volltreffer und verstärkten den Kader des FC Bayern nachhaltig. Als Herbstmeister konnte nicht nur die Rückrunde der Bundesliga mit Volldampf in Angriff genommen, sondern mit den anstehenden Viertelfinal-Spielen im DFB Pokal und im Europapokal der Pokalsieger sogar noch weitergehende Ambitionen unterstrichen werden.</p>
<p>Mit der Teilnahme an drei Hallentunieren sowie fünf weiteren Freundschaftsspielen (u.a. in Casablanca) ging es 1985 gut gerüstet in die Rückrunde, die mit einem ersten kleinen Dämpfer in der Bundesliga begann. Gegen Arminia Bielefeld reichte es nur zu einem 3:3 im Olympiastadion. Beim anschließenden Spiel in Bremen setzte es gar eine 2:4 Niederlage. Zwar kam es danach zu einem knappen Heimerfolg über Bayer 05 Uerdingen, doch dieses kleine Hoch war auch schon im Westfalenstadion zu Ende, als gegen Borussia Dortmund, die gegen den Abstieg spielte, nur 1:1 gespielt wurde. Was war los? Waren die Erwartungen nach der überraschend guten Hinrunde vielleicht doch zu groß? Immerhin konnte die Tabellenspitze nach wie vor behauptet werden.</p>
<p>Im Europapokal wartete mit dem AS Rom nun ein echter Kracher, bei dem sich die Bayern im Hinspiel durch einen 2:0 Sieg eine hervorragende Ausgangssituation für das Rückspiel auf italenischem Boden holten. Doch auch im Olympiastadion zu Rom setzte sich der deutsche Pokalvertreter mit einem Sieg durch. 2:1 lautete das Auswärts-Ergebnis, zu dem insbesondere Ludwig Kögl nach seinen jeweiligen Einwechslungen immer wieder mit gefährlichen Dribblings ganz erheblich beigetragen hatte. Ihm blieb es vorbehalten, seine famose Leistung mit einem Siegtreffer zu krönen.</p>
<p>Dermaßen beflügelt wurde auch die Hürde im nationalen Pokal souverän genommen. Im Ulrich-Haberland-Stadion zu Leverkusen setzte sich der Titelverteidiger ohne große Mühe mit 3:1 gegen Bayer 04 durch. Prompt lief es auch in der Liga wieder besser. Zu den teilweise auch torreichen Erfolgen über Köln, Stuttgart, Düsseldorf und Schalke gesellten sich auswärts auch Unentschieden in Mannheim und Frankfurt. EIne gute Punkteausbeute im März des Jahres 1985, die für eine breite Brust bei den zukünftigen Aufgaben in den beiden Pokalwettbewerben sorgen würde &#8211; so dachte man.</p>
<p>Doch die Mannschaft tat sich schwer. Im Halbfinale des DFB-Pokals kam es mit Borussia Mönchengladbach, immerhin aktueller Tabellendritter der Liga, zur Neuauflage des letzten Endspiels. Als es in München nach 90 Minuten immer noch 0:0 stand, erlebten immerhin 52.000 Zuschauer ein Novum: Im 25.DFB-Pokalspiel des FC Bayern im Olympiastadion ging es erstmals in die Verlängerung. In dieser sorgte ein Elfmeter der Marke &#8220;musste-man-nicht-geben&#8221; für die Entscheidung. Sören Lerby verwandelte sicher. Glück gehabt!</p>
<p>Nach dem Hinspiel der Europapokal-Halbfinalbegegnung gegen den FC Everton machte sich allerdings Ernüchterung breit. Die starken Engländer ertrotzen sich im Olympiastadion ein 0:0. Im Rückspiel hätte der FC Bayern gegen den kleineren der beiden Liverpooler Klubs beinahe für eine echte Überraschung gesorgt, denn Dieter Hoeneß sorgte mit seinem Treffer für die 1:0 Pausenführung. Doch die Engländer fingen sich relativ rasch, antworteten mit zwei Toren zur eigenen Führung und ließen kurz vor Schluss noch das 3:1 folgen. Ein echtes Ärgernis, denn nach Liverpool FC, Aberdeen, Aston Villa und Tottenham war der FCB damit bereits nun schon zum fünften Mal in Folge an einer britischen Mannschaft gescheitert. Everton setzte sich übrigens im Endspiel gegen Rapid Wien durch und gewann seinen bis heute einzigen europäischen Titel.</p>
<p>Zurück in die Bundesliga. Dort kassierte die Mannschaft in Hamburg ihre zweite Rückrunden-Niederlage. Da jedoch ein Spieltag später die &#8220;Elf vom Niederrhein&#8221; erneut, und zwar diesmal deutlich, mit 4:0 im Olympiastadion besiegt werden konnte, war die Truppe von Udo Lattek wieder auf Kurs. Nach einem Auswärtspunkt in Bochum und zwei doppelten Punktgewinnen über Leverkusen und Karlsruhe, steuerte das Team zielgerichtet dem möglichen zweiten Double der Vereinsgeschichte nach 1969 entgegen.</p>
<p>Das daraus nichts wurde, ist eine der überraschendsten Endspiel-Entscheidungen des DFB-Pokals. Der DFB hatte sich zuvor, nachdem das Finale jährlich wechselnd irgendwo in der Republik &#8211; aber meist in Frankfurt &#8211; stattfand, erstmalig dazu entschlossen, sich auf einen dauerhaften Endspielort festzulegen. Hierfür wurde die geteilte Stadt Berlin auserkoren. Eine sehr gute Idee, bis sich dafür eines Tages mal die Profis der Hertha qualifizieren sollten&#8230;</p>
<p>Für die Bayern ging die Premiere daneben. Gegen den vermeintlichen Underdog, Bayer 05 Uerdingen, sorgte zwar Hoeneß schnell für die erwartete Führung, doch die Kicker des Chemie-Riesen sorgten postwendend für den Ausgleich. Als Wolfgang Dremmler unmittelbar zu Beginn der zweiten Halbzeit die Rote Karte kassierte, verlor die Mannschaft die Linie und durch ein weiteres Tor der Bayer-Elf schließlich sogar das Spiel. Aber nicht nur das. In seiner achten Endspiel-Teilnahme im DFB Pokal zog der FC Bayern erstmals den Kürzern. Den beeindruckenden Nimbus eines ungeschlagenen Finalisten war der FCB, nach 1982 gegen Aston Villa, nun auch national los. Schade.</p>
<p>Jetzt aber galt alle Konzentration der Meisterschaft, in der noch zwei Spieltage zu absolvieren waren. Mit einem glatten 3:0 Heimsieg über Kaiserslautern schuf man sich eine vorentscheidende Ausgangsposition für den letzten Spieltag in Braunschweig, wo ein Unentschieden gereicht hätte. Der einzig verbliebene Konkurrent um den Titel war Werder Bremen. Die Hanseaten traten allerdings zeitgleich bei Borussia Dortmund an, denen immernoch der Abstieg drohte. Davon befreiten sie sich jedoch mit einem 2:0 über den SVW, so dass der 1:0 Sieg durch den Treffer von Dieter Hoeneß in Braunschweig nur noch das Sahnehäubchen auf einer turbulenten Saison darstellte, die mit der achten Meisterschaft gekrönt wurde.</p>
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