Schlagen die Bayern noch einmal auf dem Transfermarkt zu?

Am 31. August endet in Deutschland wie in vielen anderen Ligen auch die Transferperiode. Im Kauf- und Verkauf-Endspurt scheinen noch einige Top-Wechsel möglich. Auch um den FC Bayern ranken sich Gerüchte.

3:1 zum Auftakt gegen Leverkusen, 2:0 in Bremen – der Bundesliga-Start der Roten liest sich standesgemäß. Zwar fehlte dem Team von Carlo Ancelotti noch die Spritzigkeit im Angriffsspiel, während sich die Defensive einige Abstimmungsfehler erlaubte. Dass aber auch der Rekordmeister so früh in der Saison noch nicht auf Top-Niveau spielt, ist verständlich, zumal die beiden Siege letztendlich souverän ausfielen. Trotzdem könnte es durchaus sein, dass die Bayern zum Ende des Transfer-Fensters noch einmal tätig werden, um den Kader in der Spitze weiter zu verstärken.

Mit dem Abgang von Douglas Costa hat Ancelotti schließlich eine Option auf den Außen verloren, die Neuzugang James Rodriguez wohl nicht ersetzen wird. Er dürfte seine Position eher zentral hinter Robert Lewandowski finden. Somit bleiben für die beiden Außen mit Ribéry, Robben und Coman lediglich drei reine Flügelstürmer. Immer wieder kommt deshalb der Name Julian Draxler auf. Der deutsche Nationalspieler dürfte es in Paris schwer haben, an Angel Di Maria vorbeizukommen. 222-Millionen-Mann Neymar ist ohnehin gesetzt.

Wird Thiago mit seinem Bruder vereint?

Trotz des vermeintlichen Handlungsbedarfs auf dem Flügel hält sich ein Name am hartnäckigsten, der eigentlich im zentralen Mittelfeld zuhause ist. Mehrere Medien berichten, dass die Bayern an Rafinha Alcántara vom FC Barcelona interessiert sind. Der 24-Jährige kommt bei den Katalanen nicht so regelmäßig zum Zug, wie er es sich seit dem Abgang von Barca-Legende Xavi erhofft hatte. In München würde er zudem auf seinen Bruder Thiago treffen, mit dem er bereits bei den Blau-Grana zusammenspielte.

Fest steht: Für einen Top-Transfer müssten die Bayern tief in die Tasche greifen. Unter 50 Millionen Euro wird sich wohl nur schwer ein Spieler finden, der dem Team auf Anhieb weiterhelfen kann. Uli Hoeneß allerdings wehrte sich erst kürzlich vehement gegen die Summen, die momentan auf dem Transfermarkt ausgerufen werden. Einkäufe von 80 oder gar 100 Millionen Euro wolle man in absehbarer Zeit nicht tätigen. Wie sehr die Ablösen auch in der Bundesliga explodiert sind, zeigt übrigens eine Auswertung des Wettanbieters Interwetten: Analysten berechneten hier unter Berücksichtigung von Inflation und durchschnittlicher Ablösesumme der letzten Jahre, wie viel die Top-Transfers seit 2000 heute kosten würden. Allein für Javi Martínez, 2012 für 40 Millionen Euro nach München gekommen, müssten die Bayern heute über 100 Millionen Euro zahlen. Auch deshalb will der Rekordmeister zukünftig wohl wieder vermehrt auf die eigene Jugend setzen.

Foto: jarmoluk / pixabay (CC0 1.0)

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